Rahmenbedingungen haben sich geändert

Die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper informierte sich bei der Lebenshilife Walsrode.

CDU-Landtagsabgeordnete besuchte Lebenshilfe

Walsrode. Mit dem Bau der neuen integrativen Krippe am Waldbad in Walsrode, trägt die Lebenshilfe dazu bei, dass der gute Standard im Bereich der Krippenplätze im Landkreis noch verbessert wird. Der Pädagogische Gesamtleiter Gerd Steinacker und Bereichsleiterin der Frühförderung und Krippe Pusteblume/Waldbad Ulrike Ziemer klärten CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper bei ihrem Besuch in den Räumen der Frühförderung der Lebenshilfe über die aktuelle Entwicklung und Zielsetzung auf. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass der Bau der Krippe ein sinnvolles Projekt ist. Die Kinder finden dort gute Rahmenbedingungen für gemeinsames Erleben und für den Beziehungsaufbau“, so Steinacker. „Unsere Krippe ist jetzt schon voll belegt. Es gibt bereits eine Warteliste.“ Doch wies er darauf hin, dass sich seit der zweijährigen Modellphase die Bedingungen verschlechtert haben. Zum Beispiel haben sich die Verfügungszeiten der Mitarbeiter deutlich verringert und es ist leider nicht möglich ein integratives Kind länger als fünf Stunden pro Tag zu betreuen, da die Kosten für eine Ganztagsförderung nicht übernommen werden. Für alle anderen Kinder steht eine Betreuung bis 17 Uhr zur Verfügung. Gudrun Pieper bekräftigte, dass es allen Eltern, die es benötigen, möglich sein müsse, die Ganztagsbetreuung zu nutzen. Aber auch die Begleitung der Eltern spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Kindes. Ziemer erklärte die besonders positiven Erfolge in der Frühförderung mit dem „Heidelberger Elterntraining“. Es richtet sich an Eltern, deren Kinder eine deutlich verzögerte sprachliche Entwicklung aufweisen. Das Ziel des Trainings besteht in der Stärkung der Kompetenz der Eltern. Sie werden so gezielt im Einsatz von Sprachlehrstrategien geschult. Das Elterntraining hat sich bereits als sehr effektiv erwiesen. Zusätzliche Therapien bleiben dem Kind oftmals erspart. Leider übernehmen die Krankenkassen in Niedersachsen hierfür noch nicht die Kosten. Die Abgeordnete sprach sich ausdrücklich für die Schulung der Eltern aus, da sie wichtigste Bezugspersonen und Kommunikationspartner ihrer Kinder sind. Sie versprach das Gespräch mit der Krankenkasse auf Landesebene zu suchen.