Rösel und SoVD: Förderschulen erhalten

Kathrin Rösel MdB (Mitte) im Gespräch mit dem Vorstand des Sozialverbandes Heidekreis, Pressesprecher Klaus Müller (von links), Vorsitzender Jürgen Hestermann, Frauensprecherin Annette Krämer, Kreisschatzmeisterin Anneliese Heller und Schriftführerin Margret Urban.

CDU-Bundestagsabgeordnete trifft auf Sozialverband Heidekreis

Heidekreis. „Die Förderschulen ‚Lernen‘ in Niedersachsen sollten erhalten bleiben. Die inklusive Schule wird zwar gut angenommen, die vollständige Abschaffung von Förderschulen durch die Landesregierung geht aber an der Realität und den Bedürfnissen der Betroffenen vorbei“, betonte die CDU-Bundestagabgeordnete Kathrin Rösel nach einem Gespräch mit dem Sozialverband im Heidekreis, zu dem der Vorstand des Verbandes Rösel im Rahmen ihrer Sommertour eingeladen hatte. Die Beteiligten waren sich einig, dass sich Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf Wahlfreiheit wünschen, die durch die Abschaffung von Förderschulen nicht mehr gegeben sei. Der Inklusionsgedanke stand auch im weiteren Gespräch im Mittelpunkt. Barrierefreiheit, nicht nur bei öffentlichen Bauten, müsste stärker verankert werden können, forderten die Vertreter des SoVD. Frauensprecherin Annette Krämer brachte es auf den Punkt: „Wir sind nicht behindert, sondern werden behindert, wenngleich an verschiedenen Orten mit einfachsten Mitteln Barrierefreiheit geschaffen werden könnte.“ Die CDU-Politikerin Rösel warb beim Verband in diesem Zusammenhang um aktives Engagement bei der anstehenden Kommunalwahl. „Nur wenn Sie Ihre Anliegen vortragen, sich selbst einbringen und Einfluss nehmen, erreichen Sie Verbesserung auch bei sich vor Ort“, so Rösel. Kommunalpolitiker hätten es in der Hand, durch Bauvorschriften für mehr Inklusion im Alltag zu sorgen, auch jenseits von öffentlichen Gebäuden, die bereits entsprechende Vorgaben zu erfüllen hätten.