Schulhofgestaltung vorgestellt

Klaus Wappler (links), Christina Feldmann und Torsten Kollande sehen sich den Plan zur Neugestaltung des Schulhofs der Grundschule Bothmer an. Foto: B. Stache
 
Klaus Wappler (links) präsentiert an der Grundschule Bothmer den Plan zur Neugestaltung des Schulhofs – hier zeigt er ein Gestaltungsbeispiel. Foto: B. Stache

Die Grundschule Bothmer soll attraktiver werden – Elterneinsatz ist gefragt

Bothmer (st). Am Montagnachmittag hatte Landschaftsarchitekt Dipl.-Ing. Klaus Wappler aus Schweringen, Samtgemeinde Grafschaft Hoya, einen ersten Planungsentwurf zur Schulhofgestaltung in der Grundschule Bothmer vorgestellt. Im Beisein von Rektorin Christina Feldmann, ihrer Vorgängerin Gisela Koch, Torsten Kollande, Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule, sowie zahlreicher Eltern, Lehrer und weiterer Interessierter präsentierte Klaus Wappler in einem ersten Schritt äußerst anschaulich verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für Schulhöfe. Unmittelbar vor den Sommerferien hatte sich ein Workshop an der Grundschule Bothmer mit der Thematik beschäftigt. Das Ergebnis der Ideen aus zwei getrennt voneinander agierenden Arbeitsgruppen wurde von dem Landschaftsarchitekten zu dem nun vorgestellten Plan zusammengefasst. Es sei dies sein zweihundertzwanzigstes Projekt, erklärte der Landschaftsarchitekt. Er ist Mitglied der „Holunderschule“, einem Arbeitskreis von Planern für naturnahe Gestaltung von Außenspiel- und Freiräumen. „Unsere Aufgabe als Holunderplaner ist es, zu koordinieren, aus all den Ideen und Skizzen der Eltern und Lehrer einen gemeinschaftlichen Plan zu erstellen und in mehreren Aktionstagen umzusetzen.“ Das Projekt setzt auf den Einsatz der Eltern, die unter fachkundiger Anleitung durch Klaus Wappler an Aktionstagen den Schulhof neu gestalten. Mit dem Neubau der Turnhalle, die 2012 fertiggestellt wurde, sei „ganz viel Schulhof abhandengekommen“, berichtete Rektorin Christina Feldmann. Inzwischen seien auch einige Spielgeräte überaltert. „Das ganze Schulgelände ist unattraktiv und viel zu eng für die Anzahl der Schüler. Die verschiedenen Bedürfnisse werden nicht richtig abgedeckt.“ Nach einer Begehung vor den Sommerferien mit dem Landschaftsarchitekten habe es erste Ideen gegeben, erinnerte sich die Rektorin. Torsten Kollande hatte von Beginn an seine Bereitschaft signalisiert, sich mit dem Förderverein aktiv einzubringen. So gab es bereits Gespräche mit dem Besitzer eines benachbarten Waldes, ein Teilstück zu pachten und in die Planungen für einen attraktiven Schulhof mit einzubeziehen. „Ich habe parallel dazu Kontakt zum Sportverein aufgenommen, der uns hinter dem Sportplatz einen Grünstreifen angeboten hat. Diesen könnten wir zu einem Bolzplatz herrichten“, erklärte Christina Feldmann. Insgesamt soll der neue Schulhof naturnah gestaltet werden, um auch die Kreativität der Grundschüler zu fördern. Ein gut gestalteter Schulhof könne dazu beitragen, Aggressionen bei Kindern abzubauen. „Das macht sich dann im Unterricht bezahlt“, erklärte Gisela Koch. In einem zweiten Schritt stellte Landschaftsarchitekt Klaus Wappler den aktuellen Schulhofplan vor. Demnach könnte die Grundschule Bothmer zukünftig um folgende Einrichtungen bereichert werden: Im Eingangsbereich entstehen Beete mit Blumen und Sträuchern, dazu gibt es unter anderem eine originelle Fußreinigungsanlage, eine Schattenpergola sowie eine Hängematte. Dazu kommen Burgruine und überdachter Laubengang. Zwischen Schulgebäude und dem benachbarten Wald sei Platz für eine Seilbahn, schlug Klaus Wappler vor. Der bisherige Schulhof soll ein Hochbeet, eine Sitzecke aus Baumscheiben, ein Amphitheater sowie eine „Outdoorküche“ aus Natursteinen erhalten. Der Plan sieht des Weiteren einen Steingarten mit Mosaikschlange, eine Wasserspielanlage mit Goldwasch-Rinnen und ein Holzpodest vor. Im zu pachtenden Waldstück werde nach dem Durchforsten das Schnittgut zu Benjeshecken aufgeschichtet, Balancierseile gespannt und ein grünes Klassenzimmer eingerichtet. „Das ist ein Naturspielbereich mit geringem finanziellen Aufwand“, machte Klaus Wappler deutlich. Einschließlich der Seilbahn seien an Materialkosten 28 000 Euro zu veranschlagen. Durch den „Eltern-Arbeitseinsatz“ spare die Gemeinde bei 1500 Arbeitsstunden 22 500 Euro, rechnete der Landschaftsarchitekt vor. „Der Schulträger muss dem Plan zustimmen“, erklärte Klaus Wappler während seiner Präsentation. Er gab der Schulleitung noch Tipps für Sponsoren wie beispielsweise Optiker-Firma Fielmann oder das Förderprogramm Leader in Niedersachsen. In einem nächsten Schritt werde sie Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs den aktuellen Planungsstand vorstellen, kündigte Rektorin Christina Feldmann an.