Schwarmstedter SPD in Klausur

Die Schwarmstedter SPD-Fraktion vor der Akademie des Sports in Hannover

Flüchtlinge, Feuerwehren und Vorschriften waren Thema

Schwarmstedt. Auf der zweitägigen Klausur der SPD-Fraktion am vergangenen Wochenende in Hannover ließ sich die Fraktion von Gemeindebrandmeister Detlev Röhm über die derzeitige Ausstattung der Feuerwehren in der Samtgemeinde unterrichten. "355 Aktive können innerhalb einer Viertelstunde aktiviert werden," so Röhm. Die Hälfte der Einsätze sei Brandbekämpfung, die andere Hälfte mittlerweile Hilfeleistungen unterschiedlicher Art. In Bezug auf die Fahrzeuge gebe es einen dringenden Investitionsbedarf für die nächsten Jahre, damit die Feuerwehren einsatzfähig bleiben können. Die Ratsmitglieder zeigten sich beeindruckt von dem hohen ehrenamtlichen Einsatz und sagten die volle Unterstützung seitens der SPD-Fraktion zu. Ein weiteres großes Thema war die Situation ankommender Flüchtlinge. Sven Quittkat von der Diakonie in Niedersachen berichtete über die verschiedenen Gruppen insbesondere der Syrer und afrikanischen Flüchtlinge. Neben der Frage nach geeignetem Wohnraum sei insbesondere eine schnelle Eingliederung der Kinder in Schulen und Kitas anzustrengen. Auch müsse berücksichtigt werden, dass Menschen aus Kriegsgebieten meist traumatisiert seien und psychologische Unterstützung bräuchten. Ein besonderes Problem sei hierbei die oft fehlende Unterstützung durch geeignete Dolmetscher, deren Aufwendungen zudem nicht bezahlt würden.Auch die anschließende Begegnung mit dem Langenhagener Landtagsabgeordneten Marco Brunotte nahm das Thema auf. Man war sich einig, dass die Samtgemeinde einerseits die Ressourcen und Kräfte bündeln müsse, andererseits die notwendigen Maßnahmen nur mithilfe der Politik auf Landes- und Bundesebene zu lösen sind. Über den Kultur- und Sozialausschuss der Samtgemeinde will die SPD nun eine Bestandsaufnahme mit allen Beteiligten zum Thema durchführen, um die Aktivitäten für Flüchtlinge zu koordinieren und zu forcieren. Die SPD-Klausur beschäftigte sich auch mit den landkreisweiten Verschärfungen bei der Durchführung von Veranstaltungen, die zu einer Verunsicherung und erheblichen Unruhe bei den Vereinen und Verbänden geführt hat. Die SPD Schwarmstedt wird sich entschieden dafür einsetzen, dass die Vorstände der Vereine durch behördliche Anforderungen und Anordnungen nicht überfordert werden. Veranstaltungen müssen auch in Zukunft ohne unzumutbaren Aufwand durchgeführt werden können. "Zu diesem Thema wird es demnächst eine öffentliche Veranstaltung mit der Verwaltung geben, in der offene Fragen geklärt werden müssen", so Ratsvorsitzender Wilhelm Mestwerdt.