Siegerehrung für Solar-Bundesliga

Die Besuchergruppe aus Belgien mit den Vertretern aus dem Aller-Leine-Tal: Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige überreichte zusammen mit Madame Therese Mahy die Sieger-Urkunden der Solarbundesliga an die Vertreter der Aller-Leine-Tal-Gemeinden, die Bürgermeister Heiko Badenhof (Gemeinde Frankenfeld), Erich Lohse (Gemeinde Gilten) und Udo Schönberg (Gemeinde Grethem). Mit auf dem Foto: Der Dolmetscher Gerhard Herzet.

Begeisterte Gäste in der EnergieRegion Aller-Leine-Tal

Aller-Leine-Tal. Im Rahmen des Besuches einer belgischen Delegation aus der Provinz Luxemburg (Belgien) im Aller-Leine-Tal fand kürzlich in Rethem auch die Siegerehrung für die abgelaufene Saison der Solarbundesliga statt. Die Gemeinde Frankenfeld konnte wiederum den niedersächsischen Meistertitel erringen (2759 Punkte), die Gemeinde Gilten wurde mit 1994 Punkten niedersächsischer Vizemeister. Die Gemeinde Grethem erreichte einen guten vierten Platz (1601 Punkte). Das bedeutet weiterhin beste Platzierungen der A.L.T.-Kommunen im landesweiten Vergleich. Die Aktion (alle Ergebnisse unter www.solarbundesliga.de) ist eine bundesweite Initiative zur Erfassung der Leistung aller in Deutschland installierten Solarthermie- und Photovoltaikanlagen (PV) und repräsentiert 40 Millionen Bürger und Bürgerinnen. Organisiert wird der kommunale Wettbewerb seit 2001 von der Fachzeitschrift „Solarthemen“ in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe. Die Sieger werden in verschiedenen Größenklassen (Gemeinden/Städte) auf der Grundlage eines Punktesystems ermittelt. Punkte gibt es pro Einwohner für qm-Flächen (Solarthermie) und kw-Leistung (PV). Aus Niedersachsen nehmen rund 140 Kommunen an der Solarbundesliga teil, darunter alle ALT-Gemeinden. Vier davon belegen Plätze unter den ersten zehn. Die Siegerehrung der Solarbundesliga war nur einer von vielen Punkten, die die 20-köpfige Delegation aus Belgien bei ihren Besuch im Aller-Leine-Tal erlebten. Unter der Federführung der Samtgemeinde Rethem wurde der Gruppe kommunaler Energieexperten von ihrem deutschen „Zwillingspartner“ ein umfangreiches und abwechslungsreiches Exkursions- und Vortragsprogramm geboten. Ziel war es die Energieregion Aller-Leine-Tal und die verschiedenen Akteure – die aktiven Bürger und Bürgerinnen – kennen zu lernen und anschaulich über die regionalen Energieaktivitäten zu erfahren. Hintergrund des Treffens ist das EU-Projekt „100% RES Communities“, das in zehn Ländern einen Erfahrungsaustausch zu Energieaktionsplänen anstrebt. Hierzu finden sich so genannte „Zwillingspaare“ mit je einer erfahrenen und einer lernenden Region zusammen. Nach zwei intensiven Tagen fuhren die Belgier zurück in ihre Heimat. Im Gepäck hatten sie die Erkenntnis, dass eine ambitionierte Energiewende machbar sowie eine neue Inspiration für die eigene Region ist.