SPD 60 plus informiert sich über Flüchtlingshilfe

Mitglieder der SPD 60 plus Schwarmstedt im Gespräch mit der Willkommenshilfe für Flüchtlinge.

Willkommensgruppe betreut in der Samtgemeinde über 100 Menschen

Schwarmstedt. Vor kurzem trafen sich SPD-Mitglieder über 60 des südlichen Heidekreises in der Gaststätte „Mahlzeit“. Der Schwarmstedter SPD-Vorsitzende, Detlev Rogoll, konnte neben vielen Mitgliedern und Gästen den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft 60+ des Heidekreises, Fritz Frohme, in der Runde begrüßen.
Im Mittelpunkt stand die Vorstellung der Arbeit der Willkommensgruppe für Flüchtlinge des Diakonischen Werks. Zurzeit leben in der Samtgemeinde Schwarmstedt etwas mehr als 100 Flüchtlinge, von denen der überwiegende Teil von der Gruppe betreut wird. Aufgrund der ständig steigenden Gesamtzahl ist auch in Schwarmstedt bis zum Jahresende und im nächsten Jahr mit einer steigenden Zahl zu rechnen. Gisela Seidel schilderte die rechtlichen Grundlagen und die verschiedenen Phasen, die die Flüchtlinge bis zum Abschluss ihrer Verfahren durchlaufen. Da in letzter Zeit vorwiegend Syrer zugewiesen wurden, ist mit einem längeren Aufenthalt dieser Familien zu rechnen. Ein besonderes Problem stellt der Deutschunterricht dar. Neben ehrenamtlichen Kursen gab es einen 100-Stunden-Kurs der VHS. Die KGS hat eine Willkommensklasse eingerichtet, während an den Grundschulen Deutsch-Förderstunden angeboten werden.
Elke Benne stellte die vielfältigen Aufgaben in der ersten Zeit der Betreuung vor. Die Kinder müssen an den Schulen angemeldet werden und die Eltern auf Behördengängen begleitet werden. Die ersten Einkäufe werden gemeinsam durchgeführt und Arzttermine organisiert und wenn möglich eine Begleitung durch einen Dolmetscher ermöglicht. Das Bürgerbussystem und die Abfalltrennung werden erläutert. Für eine Ausstattung mit Küchenutensilien und Bekleidung wird gesorgt und Fahrräder soweit vorhanden bereitgestellt. Dies ist nur ein kleines Spektrum aus den vielfältigen Aufgaben, um den Flüchtlingen einen Einstieg in ihr neues Lebensumfeld zu erleichtern. Sachspenden werden außer Wolldecken für Schwarmstedt derzeit nicht benötigt. Die Gruppe wird sich jedoch sofort auf der Homepage der Gemeinde, wo auch die Ansprechpartner zu finden sind, melden, falls dies wieder der Fall sein sollte.
Detlev Rogoll dankte den Referentinnen für die lebensnahe Schilderung ihrer Aufgaben und freute sich über eine rege Diskussion.