SPD-Klausur in Lindwedel berät über Ziele in 2013

26 Ratsfrauen und Ratsherren der SPD aus den Gemeinderäten und dem Samtgemeinderat Schwarmstedt trafen sich in Lindwedel.

SPD Schwarmstedt will Standortfaktoren der Samtgemeinde fördern

Lindwedel. 26 Ratsfrauen und Ratsherren der SPD aus den Gemeinderäten und dem Samtgemeinderat Schwarmstedt trafen sich am 2. Februar in Lindwedel zu ihrer jährlichen Klausurtagung. Nach einem Rückblick auf die Arbeit in 2012 stand Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs Rede und Antwort zu aktuellen Themen.
Gehrs informierte unter anderem über den Stand der Verhandlungen zur Einführung der Einzelfahrtickets innerhalb des Schwarmstedt-Tarifs für die Fahrt nach Hannover. Auf Arbeitsebene werden bereits Preise des Tickets kalkuliert, das 2014 eingeführt werden könnte. Die SPD Schwarmstedt war sich einig, sich weiterhin intensiv für die Realisierung einzusetzen.
Zuversichtlich zeigte sich Gehrs, dass die Y-Bahntrasse nicht mehr realisiert werde. Diese stellt ein großes Hindernis bei der Vermarktung von Gewerbeflächen an der Autobahn dar und hemmt die kommunale Entwicklung. Die Bahn hat inzwischen Alternativen aufgezeigt und der Kreis Rotenburg hat die Trasse bereits aus seinem Raumordnungsprogramm gestrichen.
Auch eine Bewerbung der vorhandenen Baugebiete in Essel und die Ausweisung neuer Gebiete in Schwarmstedt, Bothmer und Lindwedel werde vorangetrieben. Vorrangig sei weiterhin die Einrichtung von kommunalem Bauland, da dies in den letzten Jahrzehnten die Grundlage für das Wachstum und die positive Entwicklung der Samtgemeinde gewesen sei.
Die von der SPD beantragte Stärkung des Ehrenamtes wurde umgesetzt, indem zusätzliche Stunden für eine Ehrenamtsbeauftragte im Rathaus eingerichtet wurden, die eine stärkere Vernetzung sowie Beratung für die Vereine und Verbände ermögliche.
Zudem werde eine Umstellung der Straßenbeleuchtung mit LED-Technik unter Nutzung von Fördermitteln in allen Mitgliedsgemeinden vorangetrieben, da derzeit eine Amortisierung der Investitionskosten bereits nach etwa drei Jahren erzielt werden könne. Nach der Aussprache mit Gehrs vereinbarte die SPD auf ihrer Klausurtagung, folgende Themen weiter voranzubringen. Durch eine umsichtige Ausgabenpolitik muss der Schuldenabbau vorangebracht werden, um die Gemeindehaushalte zu konsolidieren. Dennoch will die SPD weiterhin den Ausbau von Angeboten der Kinderbetreuung durch Krippen, Kitas und an den Schulen in allen Gemeinden der Samtgemeinde fördern. Eine Bedarfserhebung hierzu ist allerdings notwendig, um ortsnah auf Bedarfe eingehen zu können. Das Problem des zunehmenden Leerstands von Ladenflächen im Ortskern Schwarmstedt soll im Samtgemeindeausschuss für Wirtschaftsförderung konzeptionell angegangen werden. Ausschussvorsitzender Wilhelm Mestwerdt betonte: „Wir brauchen hier die Beteiligung der Vermieter und der Werbegemeinschaft Schwarmstedt, um ein gemeinsames Nutzungskonzept aufzustellen.“ Auch die weitere wirtschaftliche Entwicklung und Anreize für Neuansiedlungen innerhalb der Samtgemeinde stehen auf der SPD-Agenda. Dazu soll überprüft werden, wo bestehende Gewerbegebiete ausgeweitet werden können, um Raum für neue Gewerbetreibende zu ermöglichen.
Insgesamt war man sich in der SPD-Fraktion einig, dass man auf einem guten Weg sei, die Attraktivität der Samtgemeinde Schwarmstedt durch gute Standortfaktoren weiter zu steigern. „Dennoch dürfen wir uns nicht zurücklehnen und ausruhen, sondern müssen, auch in Hinsicht auf die bestehende Konkurrenz der Gemeinden untereinander, aktiv und kreativ die nächsten Schritte gehen“, so Fraktionsvorsitzender Jürgen Hildebrandt.