SSV Nienhagen-Gilten erhält Defibrillator

Uwe Küster (von links), Wilhelm Nebel, Heino Fegebank, Karin Mestwerdt, Heiner Beermann, Jakob Düvel, Klaus Kramer und Alisa Ahrens nehmen an der Übergabe des Defibrillators im Dorfgemeinschaftshaus in Gilten teil. Foto: B. Stache

Rotary Club Schwarmstedt Aller-Leine-Tal überrascht als Sponsor

Gilten (st). „Dass es zu einer solchen Lösung kommt, haben wir nicht zu träumen gewagt“, formulierte Wilhelm Nebel und brachte seine Freude über den Defibrillator zum Ausdruck. Den 1300 Euro teuren AED (automatisierter externer Defibrillator), mit dem auch Laien Erste Hilfe bei Herzstillstand (Kammerflimmern) leisten und Leben retten können, erhielt der Vorsitzende des SSV Nienhagen-Gilten Wilhelm Nebel vergangene Woche vom Rotary Club Schwarmstedt Aller-Leine-Tal. „Ich freue mich, dass es nun geklappt hat“, erklärte der SSV-Vorsitzende im Beisein von Kassenwart Uwe Küster und Ehrenvorsitzendem Heino Fegebank im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) Gilten. Mit Hinweis auf die verschiedenen Veranstaltungen im und am DGH machte er deutlich, wie wichtig der Vereinsführung ein solcher Defibrillator sei. Auf der Suche nach einem Sponsor – eigene Mittel standen in begrenztem Umfang zur Finanzierung zur Verfügung – hatte sich der Rotary Club Schwarmstedt Aller-Leine-Tal bereit erklärt, ein solches Gerät für den Sportverein zu beschaffen. Nach Gesprächen mit ihren rotarischen Freunden aus Walsrode, die ihren Ort und den Heidekreis einmal flächendeckend mit Defibrillatoren versorgt wissen möchten, entschieden sich die Schwarmstedter Rotarier für diesen Schritt. Karin Mestwerdt, Präsidentin des Rotary Club Schwarmstedt Aller-Leine-Tal, überbrachte den AED gemeinsam mit den Rotariern Jakob Düvel und Heiner Beermann. Der Defibrillator wurde über die Björn Steiger Stiftung gekauft, die sich seit 48 Jahren für die Verbesserung der Notfallhilfe einsetzt. „Wir haben uns bereit erklärt, die Wartung und Einweisung in das Gerät zu übernehmen“, erklärte Klaus Kramer, Dienststellenleiter Johanniter-Unfall-Hilfe Ortsverband Aller-Leine. Er bot an, dass Alisa Ahrens, Medizinprodukte-Bauftragte der Johanniter-Unfallhilfe, die fachkundige AED-Einweisung vornehmen könne. Die Beteiligten erörterten auch den Aufstellungsort des Geräts. Während der SSV-Vorsitzende zunächst einen sicheren Platz im Flur des DGH ins Auge gefasst hatte, plädierten Johanniter und Rotarier für eine Anbringung außerhalb des Gebäudes – frei zugänglich für jedermann, um unverzüglich Erste Hilfe mit dem Defibrillator leisten zu können, denn bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Bedenken, Vandalismus könne die gute Idee zunichtemachen, wurden von Johannitern und Rotariern ausgeräumt. Und so gab es auch gleich eine erste „Stellprobe“ für den Defibrillator im Eingangsbereich des Dorfgemeinschaftshauses Gilten.