„StARK“ – Name ist Programm

Die Grundschüler haben ihren Spaß beim Anbringen der grünen Hände an dem großen Baum – ganz zur Freude von Melanie Böhrs (von rechts), Christina Feldmann, Björn Gehrs, Nicole Mittelstaedt und Sabine Holzhäuser. Foto: B. Stache

An der Grundschule Bothmer wird großer Wert auf soziales Miteinander gelegt

Bothmer (st). „StARK" – der Name ist derzeit Programm an der Grundschule Bothmer. Sie ist damit die zweite Schule in der Samtgemeinde Schwarmstedt, die auf einheitliche Schulregeln und das Einhalten von Menschenrechten großen Wert legt und die Einhaltung der Regeln auch belohnt. „StARK“ steht für störungsfrei, anerkennend, respektvoll, konsequent und ist Teil des Programms PaC, Prävention als Chance. Mit diesem verfolgt die Samtgemeinde die Idee, ein gemeinsames, aufeinander aufbauendes und wirksames Präventionsverständnis zu fördern. „Das ist einzigartig hier im Heidekreis“, betonte Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs am Dienstagvormittag in der Grundschule Bothmer. „StARK hat zum Ziel, das soziale Miteinander der Kinder zu stärken“, erklärte Nicole Mittelstaedt, PaC-Managerin der Samtgemeinde Schwarmstedt. Die Grundschulen in Bothmer, Buchholz und Schwarmstedt beteiligen sich seit 2017 am StARK-Programm. „Wir achten sehr darauf, dass unsere Schüler die Menschenrechte im täglichen Umgang achten. Mit StARK haben wir das geeignete Programm dafür gefunden. Das ganze Kollegium zieht dabei an einem Strang“, stellte Christina Feldmann, Leiterin der Grundschule Bothmer, fest. Durch ein Anerkennungssystem sei die Fortführung des Programms sichergestellt, ist Björn Gehrs überzeugt. Zum StARK-Programm gehörte unter anderem ein zweitägiges Sozialtraining für alle Grundschulklassen. „Dabei wurden mit den Schülern einheitliche Regeln erarbeitet, die zukünftig von allen eingehalten werden“, erläuterte Lehrerin Melanie Böhrs. Sie ist die StARK-Koordinatorin an der Grundschule Bothmer und hat gemeinsam mit der pädagogischen Mitarbeiterin Sabine Holzhäuser ein Bilderbuchkino für die Kinder der sieben Grundschulklassen vorbereitet, das ihnen am Dienstagvormittag in der Pausenhalle vorgeführt wurde. Als Grundlage diente das Kinderbuch „Das kleine WIR“. Es handelt von zwei Kindern, die mit dem „WIR“ allerlei Abenteuer erleben. „Es macht sie mutiger und stärker“, erklärte Melanie Böhrs. „Die beiden Kinder haben freudige Erlebnisse, aber auch Streit und werfen sich Schimpfwörter an den Kopf.“ Aufgrund der Streiterei verschwindet das „WIR“ in der Geschichte. Nur gemeinsam können die Kinder es wiederfinden. Nach dem „Kino“ gingen die Schüler in ihre Klassenräume und arbeiteten die Geschichte vom „WIR“ auf. Sie gestalteten auf grünen und roten Händen aus Pappe ihre Gedanken – wie sie zukünftig miteinander umgehen erhielt Grün, Rot stand für negative Eigenschaften, die ihnen wehtun, im Herzen oder auch am Körper. Die grünen Hände wurden anschließend im Pausenraum an eine Wand mit einem großen Baum geklebt. „Der wird in unserer Schule als starker Baum aufgestellt bleiben“, versicherte Christina Feldmann. Die roten Hände befestigten die Grundschüler an Luftballons und schickten sie in den Himmel.