Stauhelfer starten in die Saison

Startschuss für den Reiseverkehr: Pastor Frank Richter aus Schwarmstedt mit den Fahrern Thomas Malecha und Jürgen Kehlbeck vom Johanniter-Ortsverband Aller-Leine. Foto: Johanniter/Doris Lawrenz

Johanniter-Motorradstaffeln unterstützen die Polizei entlang der Autobahn

Hannover/Schwarmstedt. Wenn andere Urlaub machen, haben die Johanniter-Motorradstaffeln aus Schwarmstedt, Hannover, Hildesheim und Northeim Hochsaison. Die ehrenamtlichen Helfer sind auf ihren Motorrädern entlang der Bundesautobahn (BAB) 7 und des BAB 7-Kreuzes mit der BAB 2 unterwegs, um die Autobahnpolizei zu unterstützen und im Notfall zu helfen. Gemeinsam haben Polizeidirektion Hannover und Johanniter am vergangenen Freitag den offiziellen "Startschuss für den Reiseverkehr" gegeben. "Der Dienst als Stauhelfer ist eine anstrengende und zeitaufwändige Aufgabe", sagte Hermann Fraatz, Mitglied im Johanniter-Regionalverband Niedersachsen Mitte. Die ehrenamtlichen Stauhelfer sind an den Wochenenden und an besonders unfallträchtigen Streckenabschnitten im Bedarfsfall auch unter der Woche im Einsatz. "Für dieses Engagement möchte ich mich schon jetzt bedanken", sagte Hermann Fraatz. Diesem Dank schloss sich auch Thomas Mähnert, Mitglied im Johanniter-Landesverband Niedersachsen/Bremen an. "Es ist bereits das 15. Jahr, in dem wir gemeinsam mit der Polizei staugeplagten Menschen helfen." Himmlische Hilfe für Helfer, das erbat dann Frank Richter, Pastor im Johanniter-Ortsverband Aller-Leine mit Sitz in Schwarmstedt. Dieser spendete allen Fahrern den Segen und wünschte allzeit gute Fahrt. Rund 51 000 Kilometer, also mehr als einmal um den Äquator, das entspricht der Strecke, die die 30 Stauhelfer der Johanniter auf ihren Maschinen durchschnittlich im Jahr zurücklegen. Die Johanniter-Motorradstaffeln leisten Erste Hilfe, unterstützen die Fahrer liegengebliebener Fahrzeuge bei der Absicherung und rufen den Abschleppdienst. Staugeplagte Familien wer-den mit Erfrischungen, Kinderspielzeug und Umleitungsempfehlungen versorgt. Die Motorräder haben zudem die Ausrüstung für die Erstversorgung von Patienten sowie einen Defibrillator an Bord. Jede weitere Versorgung muss dann der Rettungsdienst übernehmen. „Wir sind aber kein Rettungswagen auf zwei Rädern", betont Hermann Fraatz. "Auch wenn die Fahrer mindestens Sanitätshelfer, die meisten sogar Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten sind. Hauptarbeitsbereich ist und bleibt die Stauhilfe." Für Jürgen Kehlbeck, Johanniter-Stauhelfer im Ortsverband Aller-Leine ist aber auch das richtige Verhalten aller „Staufahrer“ von großer Bedeutung. „Am besten können die Verkehrsteilnehmer unseren Einsatz unterstützen indem sie sofort eine Rettungsgasse für die Einsatzkräfte bilden“.
Sowohl für Polizei, Kommunen als auch für versorgte Personen sind Einsätze der Johanniter kostenlos. Finanziert wird die Unterhaltung und Wartung der Maschinen sowie die Ausstattung der Fahrer mit technischen Geräten und medizinischem Material für die Erste Hilfe über Spenden. Die Helfer selbst leisten ihren Dienst ehrenamtlich. "Ohne Spender und Sponsoren könnten wir die Motorradstaffeln nicht unterhalten", sagt Hermann Fraatz. Deshalb bedankte er sich besonders beim ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, der in diesem Jahr durch sein Engagement dazu beiträgt, dass den Menschen in den Staus entlang der BAB 7 geholfen werden kann.
Spenden für die Johanniter-Stauhilfe werden unter folgender Bankverbindung entgegen genommen Bank für Sozialwirtschaft, Stichwort Stauhilfe, IBAN: DE22 3702 0500 0004 3141 02, BIC: BFSWDE33XXX, BLZ: 370 205 00, Konto 4 314 102.