Sternsinger bringen ihren Segen an

Die Sternsinger werden von Ulrike Fischer (links) und Christian Kirchfeld (rechts) begleitet. Foto: B. Stache
 
Pastor Frank Richter (Mitte) begrüßt gemeinsam mit Martina Hornbostel (rechts) zum Neujahrsempfang. Foto: B. Stache

Neujahrsempfang der St. Laurentius-Kirchengemeinde Schwarmstedt

Schwarmstedt (st). Zum Neujahrsempfang der evangelisch-lutherischen St. Laurentius-Kirchengemeinde Schwarmstedt waren auch die Sternsinger der katholischen Gemeinde Schwarmstedt gekommen. Gemeinsam mit Ulrike Fischer und Christian Kirchfeld (Klavier) sangen sie zu Beginn das Lied „Aus dem fernen Morgenland“, um anschließend den Segen über die Eingangstür zum Gemeindesaal zu schreiben: 20*C+M+B+13. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind und den die Sternsinger auch heute noch mit sich tragen. C+M+B stehen für die lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Die drei Buchstaben werden häufig (fälschlicherweise) als Kürzel für die Namen der drei Weisen gedeutet: Caspar, Melchior und Balthasar. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Beginn und das Ende kennzeichnen das jeweilige Jahr des Segens, also 2013. Die Sternsinger baten die Gäste um Spenden für das diesjährige Partnerland der Sternsinger-Aktion, Tansania in Ostafrika und verabschiedeten sich mit dem Lied „Gottes guter Segen sei mit euch“. Nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag begrüßte Pastor Frank Richter die zahlreichen Gäste, die sich zum Empfang im Gemeindehaus eingefunden hatten. Gemeinsam mit Kirchenvorsteherin Martina Hornbostel ließ der Pastor das Jahr 2012 Revue passieren. „Wenn wir zurückblicken merken wir, dass in unserer Kirchengemeinde sehr viel mit ehrenamtlicher Arbeit zu tun hat“, erklärte Richter und ergänzte: „Ganz viel wäre ohne Ihr ehrenamtliches Engagement nicht denkbar gewesen.“ Statt eines Dankeschön-Briefes kündigte Richter eine Überraschung an: „Wir schenken Ihnen etwas. Merken Sie sich, sofern Sie ehrenamtlich in unserer Kirchengemeinde aktiv sind, jetzt schon einmal den Freitagabend des 8. März vor – ein besonderes Dankeschön für alle Ehrenamtlichen.“ Den Gastrednern war es beim Neujahrsempfang vorbehalten, einen Blick nach vorne auf das neue Jahr zu werfen. Die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper thematisierte in ihrem Grußwort den demografischen Wandel, Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries überbrachte die Grüße der Samtgemeinde und der Buchholzer Bürgermeister Torsten Grünhagen lobte die gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde. Für den Arbeitskreis „Brücke nach Kaliningrad“ verlas Gisela Seidel eine Grußbotschaft von Emma Helia Sauerwein und die Konfirmandin Melanie sprach ihren persönlichen Dank an die neue Diakonin Silke Reimann aus. Pastor Richter hatte allen Gästen noch einige Zeilen von Ringelnatz mit auf den Weg ins neue Jahr gegeben: „Was würden Sie tun, wenn Sie das neue Jahr regieren könnten? Ich würde vor Aufregung wahrscheinlich die ersten Nächte schlaflos verbringen und darauf tagelang ängstlich und kleinlich ganz dumme, selbstsüchtige Pläne schwingen. Dann – hoffentlich – aber laut lachen und endlich den lieben Gott abends leise bitten, doch wieder nach seiner Weise das neue Jahr göttlich selber zu machen.“ In diesem Sinne wünschte er allen „ein gutes, fröhliches und gesegnetes 2013.“ Nach den Reden wurde das Büfett eröffnet und die Gäste saßen noch bei vielen angeregten Gesprächen zusammen.