Thema Migration: „anders? – cool!“

Wanderausstellung ein voller Erfolg

Schwarmstedt. Am 23. August öffnete die Wanderausstellung „anders? – cool!“ ihre Pforten in der Aula der Berufsbildenden Schulen in Walsrode. Die Ausstellung zeigt die besondere Situation Jugendlicher mit Migrationshintergrund, ihre Hoffnungen und Freuden, aber auch ihre Ängste und Sorgen. Somit sensibilisiert die Ausstellung auf der einen Seite für die besonderen Lebensumstände von zugewanderten Jugendlichen, zeigt aber auf der anderen Seite auch Hilfsmöglichkeiten für Betroffene auf. Doch was bedeutet eigentlich das Wort Migrationshintergrund? Welche Bedeutung hat Sprache für eine soziale, schulische und berufliche Integration, was ist Heimat und was bedeuten Respekt und Toleranz für ein gutes Miteinander? Diese und andere Fragen bearbeiteten etwa 450 Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen Walsrode, der Hauptschule Walsrode, des Gymnasiums Walsrode, des Oskar Kämmer Bildungswerkes und Kolleginnen und Kollegen der Volkshochschule Heidekreis.
Das Organisationsteam des Arbeitskreises „Interkulturelle Begegnung“, bestehend aus Dorothea Schwegler (Sozialarbeiterin der BBS), Carsten Schlüter (Jugendmigrationsdienst Walsrode), Wiebke Kiefer (Jugend- und Kulturzentrum Walsrode), Michailo Vojinovic (Stadtteilbüro Weinberg), Sabine Fischer (Vier Linden) sowie Yilmaz Baris und Janina Ahlhorn (beide Bildungsbüro, Projekt „Heidekreis – Vielfalt inklusive“), begleitete in einer etwa einstündigen Führung durch die Ausstellung und trat in Dialog mit den Schülerinnen und Schülern.
Heimat ist, wo man sich geborgen fühlt, manchmal kann man auch zwei Heimaten haben und manchmal fühlt man sich nirgendwo zu Hause. Unterschiedliche Antworten führten zu angeregten Gesprächen über Gründe von Migration, und dass diese durchaus freiwilliger oder auch unfreiwilliger Natur sein können. Gemeinsam diskutierten die Schülerinnen und Schüler, durchaus gespickt mit eigenen Erfahrungen, über mögliche Strategien, Fremdheitsgefühle zu bewältigen. Sie sprachen über Möglichkeiten, aufeinander zuzugehen, wie man sich selber fühlt, wenn man allein ist und was man tolerieren muss und was nicht. Nicht selten kamen sie zu dem Schluss, dass ein tolerantes Zusammenleben eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten ist. In einem Punkt waren sich jedoch viele einig: Ohne Unterschiede ist das Leben langweilig!