Thema Schlachthof Wietze

Raumordnungsverfahren gefordert

Schwarmstedt. Mit der aktuellen Entwicklung zum geplanten Geflügelschlachthof,beschäftigte sich die SPD in der Samtgemeinde Schwarmstedt auf ihrer letzten Vorstandssitzung. Dieser soll in Wietze entstehen und ist insbesondere durch seine Dimension umstritten. Dort sollen täglich bis zu 432.000 Hühner geschlachtet werden und in der Umgebung werden zahlreiche neue Mastställe benötigt. Um Belastungen insbesondere durch die Geflügelmastställe besser in das Planungsverfahren einzubeziehen unterstützen die Schwarmstedter Sozialdemokraten den Vorschlag der SPD-Kreistagsfraktion im Landkreis Celle, die kürzlich ein regionales Raumordnungsverfahren zur Ansiedlung von Massentierhaltungsanlagen beantragt hat. Dieses Verfahren bietet Chancen, damit die mögliche Belastung des Raumes untersucht und bewertet werden kann, zum Beispiel hinsichtlich Feinstaub,Ammoniak-Belastung oder der Zunahme des Verkehrs. Auch in den Stellungnahmen zum Wietzer Schlachthof von Nachbarkommunen (wie der Samtgemeinde Schwarmstedt) wurde ausdrücklich gefordert, auch die im Umkreis möglicherweise entstehenden Mastställe in die Beurteilung mit aufzunehmen. Dies ist mit einem Raumordnungsverfahren eher möglich. Als nicht hinnehmbar bezeichnete der Samtgemeinde-Kommunalpolitiker Björn Gehrs, dass den Kommunen bei der Errichtung von Mastställen kaum Steuerungsmöglichkeiten gegeben wird. Er sieht hier dringenden Handlungsbedarf auf Landes- und Bundesebene, der immer noch unbeantwortet ist. Die Chancen, dass es tatsächlich zu dem geforderten Raumordnungsverfahren kommt stehen jedoch nicht gut. Zum einen verfügt die SPD im Kreistag Celle über keine eigene Mehrheit und die Ansiedlung des Schlachthofes wird auch von der Niedersächsischen Landesregierung massiv unterstützt. Zum anderen hat der Wietzer Gemeinderat bereits mit großer Mehrheit den Flächennutzungs- und Bebauungsplan für den neuen Schlachthof nahezu unverändert und gegen zahlreiche Bedenken beschlossen.