Traditioneller Weihnachtsbesuch bei der Polizei

Gudrun Pieper (rechts) bei ihrem Weihnachtsbesuch im Polizeikommissariat Walsrode.

Gudrun Pieper überbrachte Polizisten süßes Präsent

Heidekreis. Mit ihrem Engagement, ihrer Professionalität und großen Motivation haben die Polizeibeamten den Bürgern im Heidekreis auch in diesem Jahr ein hohes Maß an innerer Sicherheit garantiert: Dieses Fazit zog CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper beim traditionellen Weihnachtsbesuch bei den Polizeidienststellen Bad Fallingbostel, Walsrode und Schwarmstedt. Stellvertretend für andere Berufsgruppen, sprach die Abgeordnete den Polizisten ihren Dank für den Dienst an den Feiertagen aus und überbrachte ein süßes Weihnachtspräsent.
„Während Familie und Freunde an den Feiertagen frei haben, gibt es Berufe, die auch an Weihnachten Einsatz fordern, ob bei der Polizei, im Rettungsdienst, Krankenhaus oder im Altenheim“, unterstrich Pieper die Bedeutung ihres Besuchs.
Im Gespräch mit den Beamten der Polizeidienststellen kamen die unterschiedlichsten Aspekte zur Sicherheitslage zur Sprache. Wenn der Erste Kriminalhauptkommissar Wolfgang Börner und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes Andreas Bensch auf das vergangene Jahr in Bad Fallingbostel zurückblicken, dann lag der Hauptbrennpunkt auf der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik in der Notunterkunft Oerbke. Mittlerweile befänden sich dort nur noch 300- 400 Flüchtlinge, so dass wieder weitgehend Ruhe eingekehrt sei, so Börner. Eine Spezialeinheit, die Delikte bis in die Tiefe aufkläre, schaffe ein höchstmögliches Maß an Sicherheit, um Anschläge, wie in Berlin, zu verhindern. Gudrun Pieper wies darauf hin, dass keine Misstrauenskultur entstehen dürfe. Doch müsse durch die vermehrte Errichtung von Hot-Spots eine geordnete Registrierung und Verteilung der Asylsuchenden gewährleistet werden.
„Die Einbruchskriminalität ist ebenfalls nach wie vor ein großes Thema“, so Börner weiter. „Besonders entlang der Autobahn sind vermehrt Wohnungseinbrüche durch organisierte Tätergruppen aus Osteuropa zu verzeichnen.“ Dies konnte auch Frank-Henry Leithoff, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes in Walsrode, bestätigen. Durch die hervorragende zentralisierte Ermittlungsarbeit der Polizei konnte jedoch kürzlich eine große Einbruchsserie mit 34 Straftaten, die im Heidekreis begangen wurden, in Heidelberg aufgedeckt werden.
Gudrun Pieper zeigte sich erfreut zu hören, dass sich die Teams im Einsatz- und Streifendienst in den Polizeidienststellen insgesamt verjüngt hätten.
Dass die Polizei als Arbeitgeber attraktiv bleiben muss, war die einhellige Meinung aller. Leider sorgen lange Wartezeiten auf Beförderungen dafür, dass sich die Zahl der Bewerber zukünftig verringern könnte. In Niedersachsen wartet ein Beamter durchschnittlich 10-12 Jahre bis zur ersten Beförderung. „Das muss sich verändern, denn so können wir nicht die sich ständig verändernden Herausforderungen bewältigen“, so Pieper. „Wir müssen unseren Polizeibeamten eine Perspektive bieten, damit sie auch weiterhin engagiert für unsere Sicherheit sorgen können.“