TV-Regisseur Frank Farenski stellte seinen Film vor

TV-Regisseur Frank Farenski sprach vor 80 Interessierten im Schwarmstedter Uhle-Hof.

„Leben mit der Energiewende 3 – selber machen“

Schwarmstedt. TV-Regisseur Frank Farenski verstand es nicht nur mit seinem Film, sondern auch persönlich, die rund 80 Besucher im Uhle-Hof in Schwarmstedt für die Energiewende zu begeistern. Als Gast beim Verband Wohneigentum Niedersachsen stellte er klar, dass die Energiewende alle überrollen wird, wenn jetzt nicht innovativ darauf reagiert wird. Die Bürger können der politischen Misswirtschaft nur begegnen, wenn sie die Eigenversorgung selber organisieren. Die Werkzeuge sind vorhanden und die Anlagen rechnen sich. Den Beweis tritt er in seinem dritten Kinofilm „Leben mit der Energiewende 3 – selber machen“ an, der als Open-Source-Kinofilm kostenlos im Internet zur Verfügung steht und von jedermann kopiert und weiter gegeben werden darf und sollte.
In seinem Film wird das Elektroauto als Karosserie mit einem kleinen Elektromotor dargestellt. Die aufwändige Konstruktion eines Fahrzeugs mit Motormanagement, Abgasüberwachung, Wartung und alles was wir sonst so von einem Auto gewöhnt sind, entfallen oder sind nur noch minimal erforderlich. Der einzige Knackpunkt, die Batterie, hat in der Entwicklung einen gewaltigen Sprung hingelegt. Die garantierten Ladezyklen reichen bereits für ein „Autoleben“. Vom Preis her kann sie schon jetzt wirtschaftlich eingesetzt werden. Die gesamte Hochtechnologie vom Kraftstoffmotor bis hin zum Getriebe wird künftig für die Autoindustrie nicht mehr gebraucht und
auch der regelmäßige Werkstattbesuch entfällt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden immens sein. Aufhalten lässt sich diese Entwicklung nicht mehr und mit der verfügbaren Batterie und der einfachen Technologie wird es für Schwellenländer schnell möglich sein den Markt für sich zu gewinnen. Der Verlust von Arbeitsplätzen in der Autobranche und im Handwerk wird erheblich sein. Schon heute wird ein vollständiger Kleinwagen mit gewohntem Komfort von unseren französischen Nachbarn für 16.000 Euro angeboten.
Und diese Batterien machen auch vor dem Rest der Welt nicht halt. Eingesetzt als Energiespeicher können sie eine fast autarke Eigenversorgung an Strom sicherstellen. Eine Photovoltaikanlage mit fast sechs Kilowatt Peak (kWp) und den entsprechenden Batterien mit dieser Leistung ist schon für 16.000 Euro am Markt zu erwerben. Unsere holländischen Nachbarn haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt und bieten eine Nachrüstung mit Batterien und einem Powermanagement für all die künftig vertraglich auslaufenden Photovoltaikanlagen an. Die älteste in Betrieb befindliche Anlage ist nach den Erkenntnissen des Fraunhofer Instituts aus dem Jahr 1975. So wird aus der 20-jährigen Stromabgabe eine Eigenversorgung für weitere 20 Jahre bei einem fast unmerklichen Strompreis.“
Vor dem Hintergrund der Flüchtlingsproblematik warnte Farenski auch vor den zu erwartenden Klimaflüchtlingen. „Wenn ein Überleben in der Heimat durch Trockenheit oder Überschwemmung verursacht durch die Erderwärmung nicht mehr möglich ist, werden auch keine Mauern und Zäune diese verzweifelten Leute aufhalten können“.
„Wie kurz die Entwicklungszyklen geworden sind erkennt man daran, dass sich seit dem Film im letzten Jahr der Energiemarkt völlig verändert hat. Jetzt muss auch die Politik endlich erkennen, dass sich diese Entwicklung nicht mehr aufhalten lässt. Langfristige Planungen wie zum Beispiel die Suedlink-Trasse werden von der Zeit und dem Preis überholt. Der Strom wird künftig vor Ort erzeugt und verbraucht. Die Energiewende sind wir“, so der TV-Regisseur Frank Farenski.