Umweltfreundlicher Strom ist gar nicht so teuer

Gruppensprecher Jörg Zöllner (Mitte) bei der Übereichung eines kleines Geschenkes für den Referenten Jürgen Stahlke (Links); rechts Eik Lindau, war zuständig für die Vortragstechnik, ebenfalls aus Dörverden.

Informativer Abend der Projektgruppe Erneuerbare Energien

Schwarmstedt. Das ist ein Ergebnis des Informationsabends der ALT-Projektgruppe Erneuerbare Energien, der kürzlich im Schwarmstedter Uhle-Hof stattfand. Jürgen Stahlke aus Dörverden informierte zahlreiche Interessierte über Ökostrom, das Auffinden von geeigneten Anbietern, dem Vergleichen von Kosten und anderen wichtigen Informationen,beispielsweise die Zertifizierung sowie das Verfahren beim Wechseln des Stromlieferanten. Zuvor hatte Jörg Zöllner den Abend mit einer kurzen Vorstellung der Projektgruppenarbeit Erneuerbare Energien seit 1996 eröffnet. Im Aller-Leine-Tal wurden bereits zahlreiche Energieprojekte umgesetzt, zum Beispiel das Bürgerwindrad Alwine und die zahlreichen Bürgersolaranlagen. Auch im privaten und kommunalen Bereich wurde erheblich in erneuerbare Energien investiert, wie die guten Platzierungen in der Solarbundesliga regelmäßig dokumentieren. Jetzt wird mit vielen weiteren Akteuren an der Gründung einer ALT-Energiegenossenschaft gearbeitet, auch um so das Ziel „Das Aller-Leine-Tal als 100 % + -Region“ zu erreichen. Wichtig beim Thema Erneuerbare Energien, so Jörg Zöllner weiter, ist generell, sich auch um Energieeinsparung und die Energieeffizienz zu kümmern. Jürgen Stahlke stellt den Zuhörern eine Checkliste für den Anbieterwechsel zur Verfügung. Jeder sollte für sich vorab seine Wechsel-Motive klären (z.B. Klimaschutz durch Ökostrom) und sein Sicherheits- und Servicebedürfnis herausfinden (Preisgarantien, Erreichbarkeit des Anbieters). Um den erneuerbaren Energien weiter zum Erfolg zu verhelfen, ist darauf zu achten, dass der Anbieter umweltfreundlichen Strom möglichst aus Neuanlagen liefert. Strom aus Altanlagen (zumeist Strom aus Wasserkraft, oft aus Norwegen oder Österreich) gibt es schon immer und wird heute nur unter einem neuen (teueren) Tarif verkauft. Um mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt zu bekommen, sind unabhängige Stromanbieter zu bevorzugen. Bundesweit gibt es davon vier größere Firmen, soweit nicht ein örtliches Stadtwerk über ein zertifiziertes Angebot verfügt. Stiftung Warentest hat den Strompreisrechner www.verivox.de mit sehr gut bewertet, weil er von allen 21 Rechnern den besten Service bietet und die besten Tarife herausfindet. Zu jedem Anbieter können zum Beispiel auch die Eigentumsverhältnisse herausgefunden werden und die Stromquellen für das jeweilige Stromangebot, ebenso die CO2-Bilanz. Der Vergleich bei Verivox machte schnell deutlich, dass Öko- oder Klimatarifangebote nicht teuerer sein müssen als herkömmliche. Wer also Kohle- oder Atomstrom vermeiden möchte, findet heute ein alternatives, bezahlbares Angebot. Abschließend ging Stahlke noch auf Gasversorgungsverträge und Biogasangebote ein.