Voller Erfolg mit Romeo und Julia

Der Funke sprang über: Katharina Nordmann und Justin Onyechi in den Titelrollen der berühmtesten Liebesgeschichte der Welt.

Schwarmstedter Abiturienten begeistern Publikum

Schwarmstedt. Ein begeistertes Publikum bejubelte die Vorstellung des Shakespeare-Stückes „Romeo and Juliet“ in der Mensa der KGS Schwarmstedt. Man staunt über die großartige Leistung der Schüler, die ihre enorme Textsicherheit in englischer Sprache (!) sowie ihre mitreißenden Schauspielqualitäten unter Beweis gestellt haben. Unter „standing ovations“ durch das Publikum neigte sich ein ganz besonderer Abend dem Ende zu.
Schon vor den Sommerferien stiegen die Englischlehrer Petra Otte und Florian Otte in die Planungen ein. Für die Englischkurse auf erhöhtem Anforderungsniveau gehört Shakespeare in diesem Abitur-Jahrgang zur Pflichtlektüre. Nach der erfolgreichen Hamlet-Vorstellung im letzten Jahr kam man sehr schnell zur Entscheidung, auch „Romeo and Juliet“ zur Aufführung zu bringen. Um es den schauspielernden Schülern (und den Zuschauern) etwas zu erleichtern, wurde der Originaltext etwas gekürzt und das elisabethanische Englisch zum Teil durch moderne Sprache ersetzt.
Die Schüler konnten leicht für diese Art der „Bearbeitung“ von Shakespeare gewonnen werden, obwohl es für sie auf Grund organisatorischer Gegebenheiten bedeutete, dass sie freitags in der siebten und achten Stunde proben mussten. Zur Vorbereitung fuhr man nach Bremen zu einem Workshop und einer Aufführung der Shakespeare Company, sah sich darüber hinaus diverse Filme an und entschied sich schließlich für eine klassische Aufführung. Viel Zeit und Energie haben die Schüler dann in die Erarbeitung der einzelnen Rollen und Szenen gesteckt. Florian Otte ist begeistert davon, mit welcher Intensität die Schüler sich in die Rollen einfühlen konnten. Und Petra Otte hebt hervor, dass auch ganz viel Eigenarbeit geleistet wurde. So entstand zum Beispiel die Choreografie der Tanzeinlage durch die Schülerinnen Saskia Rempe und Maris Ratz.
Alle Schüler der zwei Kurse wurden eingebunden, ob vor oder hinter der Bühne. Schließlich musste auch das Programmheft entworfen, geschrieben und gedruckt werden, die Requisiten mussten parat und die Souffleusen immer aufmerksam sein. Außerdem wurden noch die Zehnt- Elft- und Zwölftklässler durch Referate (zum Beispiel Personenbeschreibungen) auf die Vorstellung vorbereitet. Auch Tage nach der Vorstellung hört man die Begeisterung aus den Schüleräußerungen. Justin Onyechi (Romeo) hat „es sehr viel Spaß gemacht“ und er sieht in der Schauspielerei durchaus eine Option für die Berufswahl. Katharina Nordmann (Juliet) und Merle Siemer (eine der Ammen) schwärmen von dem Gemeinschaftsgefühl, das im Laufe der Arbeit untereinander entstanden ist. Und sie möchten an dieser Stelle unbedingt erwähnt wissen, wie toll sie die Leistung von Nicolas Meyer einschätzen, der kurzfristig für einen erkrankten Mitschüler eine Rolle übernehmen musste. Nicht nur Eltern, Geschwister, Freunde und Lehrer waren begeistert, auch die Schauspieler fühlten sich durch die Zuschauer zur Höchstleistung angespornt. Und so wurde es an diesem Freitag für alle Beteiligten ein ganz besonderer Theaterabend.