Vollsperrung der Allerbrücke bei Essel im Zuge der L 190 ab dem 2. August

Ausnahme für landwirtschaftlichen Verkehr, Notdienste und Radverkehr

Essel. Auf der Landesstraße 190 beginnt in der nächsten Woche die Einrichtung der Umleitungsstrecke für den Neubau der Allerbrücke bei Essel. Dies teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden mit.
Nach Mitteilung der Behörde wird zwischen den Ortschaften Essel und Hademstorf die marode Allerbrücke aus dem Jahre 1926 durch einen Neubau ersetzt. Aufgrund einer geplanten Verbesserung der Linienführung im Bereich der Brücke, wodurch die scharfen Kurven als Unfallschwerpunkte entschärft werden, sowie der Vorgaben des Naturschutzes ergibt sich die Notwendigkeit, die neue Brücke östlich der Aller teilweise im Verlauf des vorhandenen Bauwerks zu errichten. Um dennoch die Überquerung der Aller durch den Landwirtschaftsverkehr, die Notdienste und den ortskundigen Fahrradverkehr zu gewährleisten, wird vor dem Abbruch der Vorlandbrücken auf der Seite Hademstorf eine einspurig zu befahrene Behelfsbrücke seitlich neben dem vorhandenem Bauwerk hergestellt. Die Verkehrsregelung erfolgt mittels einer Signalanlage, die in Abhängigkeit von den dann jeweils gerade laufenden Bautätigkeiten per Hand geschaltet wird. Während der gesamten Bauzeit kann daher die Brücke mit Ausnahme einiger weniger Tage von vorgenannten Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Während der Arbeitszeiten wird es aber zu Wartezeiten kommen, da Bauteile und -stoffe über die Straße hinweggehoben werden müssen und sich unter den schwebenden Lasten kein Verkehrsteilnehmer befinden darf.
Da im Hinblick auf die umfangreichen Bautätigkeiten (Abbrucharbeiten unmittelbar neben der Fahrspur, Schwenken des auf der Nordseite der Brücke stehenden Kranes über die Fahrspur) diese Signalanlage auf „Dauer-Rot" geschaltet ist und nur für die oben aufgeführten Ausnahmefälle „Grün" erhält, ist eine Vollsperrung für den allgemeinen Verkehr für Zeiten mit Bautätigkeit erforderlich.
Während der aus naturschutzrechtlichen Belangen vorgeschriebenen Unterbrechungen der Bautätigkeit in der Brut- und Setzzeit (April bis Juli) sowie längeren, witterungsbedingten Pausen im Winter wird die Brücke für den allgemeinen Verkehr geöffnet. Dieser kann dann die Brücke einspurig mit der Signalregelung benutzen. Für Dezember 2011 ist die Fertigstellung des neuen Bauwerkes geplant, sodass dann der Verkehr ohne wesentliche Behinderungen uneingeschränkt abgewickelt werden kann.
Für den Zeitraum bis Dezember 2011 wird für den öffentlichen Verkehr eine Umleitungsstrecke über die B 214, die L 180 und die K 65 zwischen Jeversen und Thören ausgeschildert. Für Pkw und Lkw gibt es weiterhin die Möglichkeit der Nutzung der A 7. Ortsunkundige Radfahrer (Fernradwanderer) können einen ausgeschilderten Radweg über die Schleusen in Hademstorf oder Marklendorf nutzen. Die restlichen Bauarbeiten zum Abbruch der vorhandenen Brücke werden voraussichtlich bis September 2012 andauern. Witterungsbedingte Verzögerungen sind möglich. Die Baukosten belaufen sich auf rund 5,6 Millionen Euro. Die Kosten werden je zur Hälfte durch das Land Niedersachsen und den europäischen Fonds für regionale Entwicklung getragen.