Vom Denken und Wünschen

Das Kollegium der Grundschule Bothmer beim „Theaterstück“ in der Kapelle.

Jährlicher Denktag der Grundschule Bothmer

Bothmer. Thema des jährlichen „Denktages“ der Grundschule Bothmer war das Wünschen. So begann Pastor Bisping den Gottesdienst in der Bothmerschen Kapelle mit der Frage an die Grundschüler, was sie sich und anderen am meisten wünschten. Dinge, wie man sie auf dem Weihnachtswunschzettel erwartet, wurden gar nicht genannt. Wichtig waren den Kindern vor allem Freude, Frieden, Freunde und Freiheit. Bei diesem ungewöhnlichen Einstimmungsgottesdienst durfte das Kollegium Theater machen: Einem kleinen Jungen gelingt alles, alle seine Wünsche erfüllen sich. Seine Mannschaft gewinnt immer, er ist der Sieger beim Versteckspiel und Mensch-ärger-dich, er hat jedes Spielzeug, für seine Eltern ein großes Auto und teure Kleider, selbst ein Bart wächst ihm, als er es sich wünscht. Aber der Junge wird einsam. Er hat keine Freunde, keiner will mit ihm spielen und seine Eltern haben keine Zeit mehr für ihn. Die Geschichte, die die Lehrerinnen aufführten, zeigte, dass es nicht glücklich macht, wenn alle materiellen Wünsche erfüllt werden und alles ohne Anstrengung gelingt. Zurück in der Schule machten sich die Kinder eifrig daran, ihre Gedanken zum Thema in Wort und Bild zu Papier zu bringen. Im Abschlussforum präsentierten die Erstklässler ihr Bilderkino. Die Größeren hatten ihre Wünsche aufgeschrieben. Um den Wert zu zeigen, fanden sich die Wünsche auf papiernen Goldmünzen, die in einer Schatztruhe gesammelt wurden. Am Schluss waren sich alle einig, dass Freunde, Frieden, Fröhlichkeit und Freude, Freiheit, Gesundheit und Liebe nicht mit Gold aufzuwiegen sind.