Vom richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken

KGS Schwarmstedt fördert Medienkompetenz der achten Klassen

Schwarmstedt. Soziale Netzwerke sind aus dem Leben gerade junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Die sich rasant weiterentwickelnde Kommunikationstechnologie machts möglich, mit immer mehr Mitschülern und Freunden gleichzeitig zu chatten oder zu simsen; immer mehr Kontakte werden online oder übers Smartphone gepflegt und intensiviert. Doch wann wird aus dem harmlosen ein übermäßiger Konsum, der den Jugendlichen schadet, weil er ihnen kaum noch Zeit für andere und auch schulische Dinge lässt?
Die diesjährige Herbstschulung des „Vereins zur Förderung der Medienkompetenz. smiley e.V.“ sensibilisierte die Schüler des achten Jahrgangs der KGS Schwarmstedt für einen kompetenten und verantwortungsbewussten Umgang mit den neuen Kommunikationsmedien. Diesmal führten der Journalist und Medienwissenschaftler Jonas Schweden und der Sozialarbeiter Ralf Willius die Schulung durch, die von vielen konkreten Erlebnissen berichten konnten; schließlich schulen sie und ihr Verein smiley rund 900 niedersächsische Schulklassen pro Jahr.
Zunächst widmeten sich die Jugendlichen dem Schutz ihrer persönlichen Daten im Internet und bekamen Tipps, wie sie ihre Profile in sozialen Netzwerken sicher einstellen können, um ihre Privatsphäre zu schützen. Anschließend machten sich die Schüler darüber Gedanken, wie sie online mit anderen umgehen, und wie sie möchten, dass mit ihnen umgegangen wird. Denn auch hier ist Zivilcourage gefordert, wenn im Internet Mitschüler oder Freunde schikaniert oder gemobbt werden.
Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr darauf, Strategien für den richtigen Umgang mit dem Handy beziehungsweise Smartphone zu entwickeln. Dabei gingen die Jugendlichen der Frage nach, ob sie bei „What´s App“ eigentlich immer präsent sein müssen und welche Folgen es für persönliche Freundschaften haben kann, wenn man ständig bereit sein muss, auf An- und Nachfragen von verschiedenen Seiten zu reagieren, man aber aus unterschiedlichen Gründen gerade mal nicht antworten kann. Da ist es dann wichtig, miteinander abzusprechen, dass man das Handy auch mal bei Seite legt oder gar ausstellt und folglich nicht jederzeit für jeden erreichbar sein kann. Realschulzweigleiterin Hildegard Rohmann, die die Organisation des Medienprojekts an der KGS Schwarmstedt übernommen hat, dankt dem Präventionsrat Schwarmstedt für den erneuten finanziellen Zuschuss und freut sich, dass nun auch der zweite Baustein des Konzepts zur Förderung der Medienkompetenz an der Wilhelm-Röpke-Schule implementiert worden ist. Somit werden künftig in jedem Frühjahr die sechsten Klassen im Umgang mit Computerspielen und modernen Kommunikationsmedien geschult, wobei der Schwerpunkt auf der Stärkung der Klassengemeinschaft und der Prävention liegt. Im Herbst folgt dann dementsprechend der zweite Baustein des Projekts für den jeweiligen achten Jahrgang, dessen Schwerpunkt auf dem richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken liegt.