Von Kindern lernen!

Die Schüler der Klasse 5R1 nahmen Luftballons mit ihren Namen in Empfang, um das Kennenlernen gleich ein bisschen einfacher zu machen.
 
Die Bläserklassen der sechsten Klassen begeisterte das Publikum.

Feierliche Einschulung an der KGS Wilhelm-Röpke-Schule Schwarmstedt im Zeichen der Toleranz

Schwarmstedt. Bereits der Auftakt der Einschulungsveranstaltung der KGS Wilhelm-Röpke-Schule Schwarmstedt stand im Zeichen von Toleranz und fried- und freudvollem Miteinander: In einem von der Schulpastorin Uta Feddersen mit Schülern des sechsten Jahrgangs liebevoll organisierten Gottesdienst wurde ein feierlicher Einschulungsgottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche mit Angehörigen vieler Konfessionen und verschiedener Religionen begangen.
Ganz aufgeregt und gespannt fanden sich im Anschluss daran die 204 zukünftigen Fünftklässler in der festlich geschmückten Mensa der KGS Wilhelm-Röpke-Schule ein. Nicht minder vorfreudig war ihre Begleitung: Eltern, Großeltern, Patentanten- und -onkel, die diesen großen Tag miterleben wollten.
Groß war die Überraschung als sich der Vorhang hob und drei Sechstklässler das Publikum begrüßten. Leonie Bergmann, Lizzy Schiek und Lasse Lohmann führten mit ganz viel Charme und Professionalität die etwa 500 Gäste durch das liebevoll gestaltete Programm. Mit den großen Lettern auf ihren T-Shirts, die zusammen die Abkürzung KGS ergaben, personifizierten sie (im wahrsten Sinne des Wortes) als Vertretungen der drei Schulzweige würdig die Idee der Kooperativen Gesamtschule. Schnell hatten Leonie, Lizzy und Lasse ihr Publikum verzaubert und begeisterten mit ihren unterhaltsamen Anmoderationen der musikalischen/künstlerischen Beiträge.
Da gab es richtig etwas auf die Ohren! Eva Boer zog mit ihrer gefühlvollen Interpretation des Schulsongs (komponiert von den Lehrkräften: Florian Otte und Oliver Kracke) alle in den Bann. Zu ihrem schönen Gesang begleitete sie sich selbst am „Röpke-Flügel“ und machte Alicia Keys echte Konkurrenz.
Die Moderationskinder kündigten Schüler an, die „nur gute Noten kennen“ – nämlich die Bläser der KGS. Die Schüler des Bläser-Ensembles „The blue brass band“ von Urte Tuntke begeisterten alle Gäste: Die Sechstklässler, die erst seit einem Jahr gemeinsam musizieren, banden die Gäste ein und so wurde gemeinsam zum Takt geklatscht und gestampft. Beeindruckend war für alle, dass die jungen Musiker ihre Instrumente bereits so gut beherrschten und wunderbar zusammenspielten.
Nicht weniger kreativ sind die Gestaltungsklassen der Wilhelm-Röpke-Schule. Davon wusste eine Delegation der Künstler (Luisa Andres, Lea Bruckschen, Valerie Busse, Jan-Luca Butterbrodt, Jordan Degener, Tjana Renner und Tamara Scheermann) des siebten Jahrgangs lebhaft zu berichten.
Mit einem „Herzlichen Willkommen“ wurde der Schulleiter Tjark Ommen auf die Bühne gebeten. Aber Tjark Ommen betrat in diesem Jahr zum ersten Mal nicht allein die Bretter, die die KGS bedeuten: Begleitet wurde er erstmals von einer jungen Dame, die sich dem Publikum als seine Stellvertreterin, Mascha Ehrhardt, vorstellte. Da auch sie ganz neu und frisch an der Schule tätig ist, konnte sie die Aufregung und Gespanntheit der ehemaligen Grundschüler nur zu gut nachempfinden.
Mit viel Pathos und nachdenklichen Worten wandte sich schließlich der Schulleiter an die zukünftigen Röpkianer und ihre Familien und Freunde. Dabei erörterte er die in dem Schulsong besungenen Begriffe des Leitbildes der Schule von Prof. Wilhelm Röpke. Ausdrücklich stellte er heraus, dass das Leitbild der Schule wirklich gelebt werde und sich im Schulalltag wiederspiegele. Ganz besonders ging er dabei auf den Begriff der „Toleranz“ ein, der ihm in der aktuellen politischen Situation besonders wichtig erschien. Hierbei betonte er in aller Deutlichkeit, dass die KGS für Toleranz stehe und „alle“ Menschen egal welcher Herkunft, Hautfarbe, welcher geschlechtlichen Orientierung, welcher körperlicher oder seelischer Besonderheit herzlich willkommen heiße – dass man sich auf die bereichernde Vielfalt freue!
Dass Erwachsene viel von Kindern in puncto „Toleranz“ lernen können, machte Tjark Ommen an einem kleinen Kindergartenjungen sehr anschaulich deutlich. Auf die Frage eines recht forschen Radioreporters am ersten Tag im Kindergarten: „Na, hast Du auch so viele Ausländer in deiner Kindergartengruppe?“, antwortete dieser ganz spontan, natürlich und völlig selbstverständlich: „In meiner Gruppe sind nur „Kinder!“ Von diesem kleinen klugen Jungen kann sich so mancher – besonders mancher Erwachsene „eine Scheibe abschneiden“.
Auch die Bürgermeisterin, Claudia Schiesgeries, überbrachte einen herzlichen Gruß an alle Anwesenden. Sie verbindet nicht nur ihr jahrelanges Engagement als Politikerin der Gemeinde Schwarmstedt mit der KGS – sie war bereits selbst Schülerin der Schule und bringt sich außerdem als Schulelternratvertreterin ganz aktiv in das Schulleben ein.
Nach so vielen freundlichen Worten und „guten Noten“ war die Spannung kaum noch auszuhalten, denn nun sollten die eigentlichen „STARS“ wie es im Röpke-Song heißt auf die Bühne: Die neuen Fünftklässler – die neuen Röpkianer!
Das neue Team der Klassenleitungen stand den Kindern in Aufregung in nichts nach. Liebe- und mühevoll hatten auch sie sich auf die erste Begegnung mit ihren neuen Schützlingen vorbereitet und freuten sich auf ihre neue Klasse. So hatten alle Lehrkräfte sich Gedanken zu einer kleinen Begrüßungsgeste gemacht. Dazu hatten die Lehrer keine Mühen gescheut: Sie hatten Luftballons aufgeblasen und mit Namen beschriftet, hatten bunte Puzzle gesägt und bemalt, Blumen besorgt und vieles mehr.
Abschließend bedankte sich die Didaktische Leiterin und Organisatorin der Einschulungsfeier, Hanna Knoop, auch bei all jenen, die oft unauffällig im Hintergrund wirken und so zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Stellvertretend für alle Lehrkräfte der KGS wünschte Hanna Knoop allen „Eingeschulten“ im Sinne des H. Hesse-Zitates „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ einen „zauberhaften Start“.