Was ist ein Trauma?

Pflegeeltern erhalten Einblicke in die komplexe Thematik

Heidekreis. Kürzlich begrüßte Nina Kose vom Fachbereich Kinder, Jugend, Familie des Heidekreises Pflegeeltern zu einer Fortbildungsveranstaltung im Ratssaal der Stadt Bad Fallingbostel. Der Pflegekinderdienst hatte Dr. Carola Maack als erfahrene Referentin im Pflegekinderwesen eingeladen. Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit Kassensitz in Schneverdingen referierte zum Thema „Umgang mit Traumafolgen bei Pflegekindern“. Diese Veranstaltung war Teil der regelmäßig stattfindenden themenbezogenen Angebote für Pflegeeltern. Dr. Maack klärte über die Entstehung, die Formen, die Auslöser sowie die Reaktionen von Traumata auf. Anhand von zahlreichen Beispielen wurde erläutert, durch welche Reaktionen sich ein Trauma von nicht traumabedingtem Verhalten unterscheidet und wie sich Traumareaktionen äußern. Die Pflegeeltern erhielten zudem Anregungen zum Umgang mit möglichen Traumafolgen. Eigene Erfahrungen sowie Fragen der Teilnehmenden wurden besprochen und erörtert. Da Pflegekinder nicht grundsätzlich Traumata mitbringen, können Pflegepersonen in Verdachtsfällen Unterstützung beim Pflegekinderdienst erhalten. Die Mitarbeiterinnen beraten und begleiten Pflegefamilien kontinuierlich.
Der Pflegekinderdienst bietet fortlaufend themenbezogene Fortbildungsveranstaltungen für Pflegeeltern an. In diesem Jahr folgen Veranstaltungen zu den Themen „Verwandtenpflege“ und „Pubertät“. Immer wieder kommen Familien in die Situation, dass sie in der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder Unterstützung von außen benötigen. An dieser Stelle sind engagierte Personen gefragt, die sich dieser Aufgabe gewachsen fühlen und bereit sind, fremde Kinder für eine bestimmte Zeit oder auf Dauer in ihre Familie zu integrieren. Damit auch in Zukunft Kindern, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind, geholfen werden kann, sucht der Heidekreis laufend geeignete Bewerber für diese anspruchsvolle Aufgabe.
Für ein unverbindliches Informationsgespräch steht Nina Kose gerne zur Verfügung. Sie ist dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter Telefon (0 51 91) 97 06 79 oder per E-Mail unter n.kose@heidekreis.de erreichbar.