Wer will fleißige Handwerker sehn? Politiker leisten Arbeitseinsatz auf der Sporthallenbaustelle in Bothmer

Ehrenamtlicher Arbeitseinsatz in der Sporthalle Bothmer auf fünf Metern Höhe: Lars Klingbeil, Willi Rübke, Manfred Ostermann, Helmut Clever und Werner Bartsch (v.r.). Foto: U. Fischer
Schwarmstedt. Für den einen war es das eingelöste Versprechen vom Richtfest, für die beiden anderen Ehrensache: Landrat Manfred Ostermann, Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil und Willi Rübke, Walsroder Stadtratsmitglied, halfen jetzt auf der Baustelle der Sporthalle Bothmer als „ungelernte und gelernte Hilfsarbeiter“.
Schwarmstedts ehemaliger Bürgermeister Werner Bartsch steht an diesem frühen Samstagmorgen in der Sporthalle und erklärt gemeinsam mit seinem erprobten Mitarbeiter und „Vorarbeiter“ Helmut Clever, was auf dem Arbeitsplan steht. Bartsch hatte vor drei Jahren sein Bauunternehmen wieder angemeldet, um den Bau der Sporthalle Bothmer realisieren zu können. Seitdem ist er Sporthallen-Bauleiter und die treibende Kraft an dem ehrgeizigen Projekt, das durch öffentliche Gelder von Gemeinde, Samtgemeinde und Schulbaukasse, durch Fördergelder vom Kreissportbund und durch ehrenamtliche Arbeits- und Maschinenstunden finanziert wird. Der Rohbau ist lange abgeschlossen, seit Monaten wird am Innenausbau gearbeitet. Für die drei Freiwilligen hat Bartsch eine einfache Aufgabe vorgesehen: die Befestigung der Deckenpanelen. Dafür warten in fünf Metern Höhe ein knappes Dutzend Akkuschrauber auf ihren Einsatz. Rübke braucht keine großen Erklärungen. Der gelernte Maurermeister ist auf Baustellen Zuhause und kennt sich mit Werkzeugen und Gerüsten aus. Doch auch wenn für Ostermann und Klingbeil das Arbeitsumfeld eher ungewohnt ist, bewältigen sie die Aufgabe vorbildlich. Nach zwei Stunden war schon ein großer Teil geschafft. Während der Frühstückspause erzählte Bartsch von dem mitunter mühsamen Unterfangen, ehrenamtliche Arbeitskräfte für ein paar Stunden auf dem Bau zusammenzutrommeln. Zwar ist die Liste der ehrenamtlichen Stunden lang, in die Bartsch genau einträgt, wer wann was wie lange getan hat. Dennoch – von den insgesamt 5.500 vorgesehenen Arbeitsstunden sind bis jetzt 2.500 geleistet. „Die gleiche Menge an Stunden müssen wir noch schaffen“, sagt Bartsch. „Aber ich bleibe optimistisch.“
Nach der Stärkung durch Kaffee und Brötchen ging es tatkräftig wieder aufs Gerüst zu den Akkuschraubern und den noch unbefestigten Panelen. Nach 9.000 verarbeiteten Schrauben spürten die drei Helfer zwar mittags ihre geleistete Arbeit in den Armen. Aber sie sind sich einig, dass sie ihren Einsatz gerne wiederholen werden. „Es macht Spaß“, resümiert Ostermann. „Ich bin bestimmt noch einmal dabei.“ Und Bartsch kann in seine Liste nicht nur drei neue Namen, sondern auch vier mal vier ehrenamtliche Stunden eintragen.
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