Windpark Buchholz wird erweitert

Das Betonfundament für die erste neue Windkraftanlage im Windpark Buchholz/Marklendorf ist fertig. Foto: EnBW

Transporte für Turmteile, Flügel und Gondel führen zu Behinderungen

Buchholz. Die EnBW erweitert ihren größten Windpark in Buchholz/Marklendorf mit vier Windkraftanlagen. Das Fundament für die erste der beiden westlichen Windkraftanlagen wurde bereits im Mai betoniert. Das zweite Fundament folgte in der vergangenen Woche. Der Beton muss dort noch drei Wochen aushärten. In der heutigen Nacht starten die Schwerlasttransporte für die erste Windkraftanlage. Rund 30 Transporte mit LKWs sind pro Anlage notwendig, um Turmteile, Flügel und Gondel zu liefern. Für die Transporte gibt es voraussichtlich bis zum 28. Juli tagsüber Geschwindigkeitsreduzierungen im Zufahrtsbereich des Windparks auf der L 190. Die Polizei sperrt den Weg ab der Autobahnabfahrt Buchholz/Aller nachts bis zum 28. Juli, weil dann aufgrund des geringeren Verkehrs die meisten Transporte laufen.
Die Fundamente für die östlichen beiden Windkraftanlagen werden in den nächsten zwei Wochen betoniert. Voraussichtlich ab August werden die Schwerlasttransporte über den Berkhofer Weg laufen. Auch hier wird es zu temporären Sperrungen und Geschwindigkeitsreduzierungen kommen. Außerdem wird es Parkverbote beim Berkhofer Weg im Bereich der Kreuzung B214 auf den Berkhofer Weg in Marklendorf geben. Die EnBW bittet um Verständnis für die Beeinträchtigungen.
Der bisherige Windpark der EnBW umfasst 20 Windkraftanlagen in der Samtgemeinde Schwarmstedt südlich der Ortslagen Buchholz (Aller) und Marklendorf. Die Leistung des Windparks wird sich von derzeit 40 Megawatt auf 53,2 Megawatt erhöhen. Damit kann er genug Strom für 34.000 Haushalte produzieren. Die neuen Windkraftanlagen des Typs Vestas V126-3.3 MW haben eine Nabenhöhe von 137 Metern und einen Rotordurchmesser von 126 Metern. Die EnBW gehört, gemessen an den 2016 erreichten Genehmigungen, zu den Spitzenreitern der Projektentwickler für Windenergie in Deutschland. 90 Mitarbeiter arbeiten im Bereich Projektentwicklung in den Windniederlassungen in Berlin, Erfurt, Trier, Stuttgart und Hamburg. Von Hamburg aus plant die EnBW ihre Windparks in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, im westlichen Mecklenburg-Vorpommern und im nördlichen Nordrhein-Westfalen.