Y-Trasse ist Geschichte

Schienengüterverkehr im Dreieck Hamburg-Bremen-Hannover wird neu aufgestellt

Berlin/Heidekreis. Nun ist es amtlich: Die Y-Trasse gehört endgültig der Geschichte an. Dies erfuhr die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper bei ihrem Besuch des Staatssekretärs Enak Ferlemann im Bundesministerium für Verkehr und digitaler Infrastruktur in Berlin.
Hintergrund des Besuches war die Übergabe eines Entschließungsantrages des niedersächsischen Landtages zur Alpha-E-Trasse, den dieser in der vergangenen Woche einstimmig beschlossen hatte. Verkehrsminister Olaf Lies hatte den Termin organisiert und wurde von den Abgeordneten Susanne Menge (Bündnis 90/GRÜNE), Gudrun Pieper (CDU) und Jörg Bode (FDP) sowie Vertretern des Projektbeirates Alpha E und Landrat Blume aus Uelzen begleitet.
Minister Lies erklärte während der Übergabe: „Alle Signale stehen auf Grün: Mit der Alpha E-Trasse werden wir den Schienengüterverkehr im Dreieck Hamburg-Bremen-Hannover neu aufstellen und dabei viele Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen erreichen. Wir alle wollen mehr Güterverkehr auf die Schiene bringen, dieses Ziel erreichen wir mit dem Alpha. Gleichzeitig sind ein deutlich verbesserter Lärmschutz und viele neue höhenungleiche Bahnübergänge vereinbart. Mit seinem einstimmigen Beschluss hat sich der Landtag vergangene Woche hinter die Alpha-Variante gestellt. Mit solch einem starken Signal im Rücken kann die Bundespolitik jetzt weiter agieren. Das Alpha ist bereits im Bundesverkehrswegeplan enthalten, die entsprechenden Gesetze werden laut Plan noch im Dezember von Bundestag und Bundesrat beschlossen. Selbstverständlich wird es lokal weitere Diskussionen um Einzelheiten des Trassenverlaufs, Bahnübergänge und ähnliches geben.“
Auf Nachfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper an Staatssekretär Ferlemann, ob die Y-Trasse als Konsequenz nun auch zügig aus dem Bundesverkehrswegeplan genommen wird, erklärte dieser: „Die Y-Trasse ist bereits aus dem Bundesverkehrswegeplan raus. Nun gilt es sie auch aus dem Landesraumordnungsprogramm zu streichen.“ Olaf Lies bestätigte während der Sitzung die zügige Umsetzung.
Gudrun Pieper überbrachte die freudige Nachricht dem CDU-Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates Buchholz, Joachim Plesse. Plesse: „Auf diese Nachricht haben wir so viele Jahre gewartet. Nun können wir vorbereitend in unserer Fraktion die Weichen für die Überplanung unseres Gewerbegebietes hier in Buchholz weiter voranbringen. Heute ist ein guter Tag für Buchholz und Marklendorf.“