Zebrastreifen zum Zweiten

Schwarmstedter fordern wiederholt einen sicheren Moorstraßen-Übergang

Schwarmstedt (st). Schon im Dezember 2014 war während der Sitzung des Gemeinderats der Gemeinde Schwarmstedt im Schützenhaus in Grindau eine heftige Diskussion um den Tagesordnungspunkt „Zebrastreifen“ entbrannt. Der damalige Vorsitzende des Senioren- und Behindertenrats der Samtgemeinde Schwarmstedt Wolfgang Kathe hatte ein Plädoyer für einen entsprechenden Fußgängerüberweg gehalten. Darin äußerte er den Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Leitung des Dorotheenhofs, aber auch des Senioren- und Behindertenbeirats, zukünftig gefahrlos und geschützt die Moorstraße überqueren zu können. Gemeindedirektor Björn Gehrs wies damals auf die gestiegenen Kosten für eine solche Querung hin, die einen neuen Beschluss erforderlich machten. Gemeinderatsmitglieder von SPD und CDU hatten zudem deutlich gemacht, dass sich die Rahmenbedingungen für den Bau eines Zebrastreifens auch durch den bekannt gewordenen Umzug des Penny-Markts im kommenden Jahr (2015) geändert hätten. Lediglich Werner Bartsch von der SPD hatte sich für einen sofortigen Gemeinderatsbeschluss zum Bau des Zebrastreifens in der Moorstraße ausgesprochen. Zur Abstimmung las Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries im Dezember 2014 folgenden Beschluss vor: „Unter Änderung der Rahmenbedingungen wird der Beschluss in dieser Angelegenheit so lange zurückgestellt, bis über eine Nachfolgenutzung auf dem Grundstück des bisherigen Einkaufsmarktes entschieden ist.“ Der Ratsbeschluss wurde damals – bei einer Gegenstimme – angenommen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats am 6. Dezember 2017 im Uhle-Hof in Schwarmstedt tauchte das Thema „Zebrastreifen Moorstraße“ erneut auf. Wolfgang Kathe nutzte den Tagesordnungspunkt „Fragen der Einwohner zu Beratungsgegenständen und anderen Gemeindeangelegenheiten“ und hielt ein ausführliches Plädoyer für den Bau des Zebrastreifens und die Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Bereich der Moorstraße. Zur Begründung lieferte er die aktuelle Information, dass die GNH GmbH mit Sitz in Walsrode die Einrichtung einer Filiale in Schwarmstedt plant – im ehemaligen Penny-Markt-Gebäude zwischen Moorstraße und Kastanienweg. Werner Bartsch, im vergangenen Jahr aus dem Gemeinderat verabschiedet, begrüßte diesmal als Mitbürger das Ansinnen von Wolfgang Kathe. Nach einem kurzen Disput über die Dauer der Fragezeit brachte Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries die Bürger-Anfrage schließlich auf den Punkt und ließ sie ins Protokoll aufnehmen: „Den Zebrastreifen wieder aufs Tableau setzen und gegebenenfalls eine 30er-Zone in der Moorstraße einrichten.“ Der Gemeindedirektor machte deutlich, dass letztlich der Heidekreis als untere Verkehrsbehörde darüber entscheiden wird. Der Landkreis war damals aufgrund einer Verkehrszählung zu der Ansicht gekommen, dass an der Moorstraße ein Zebrastreifen nicht erforderlich sei. Neben einer Reihe weiterer Tagesordnungspunkte beschäftigten sich die Ratsmitglieder mit der Auswertung einer Anliegerbefragung zur Verkehrssituation „Am Bornberg“ und „Esseler Weg“. Über diese Auswertung wird der Bau-, Wege-, Natur- und Umweltausschuss der Gemeinde Schwarmstedt in seiner nächsten, öffentlichen Sitzung am Dienstag, 16. Januar 2018, um 19 Uhr im Uhle-Hof beraten. Einstimmig fiel der Ratsbeschluss zum einmaligen Zuschuss in Höhe von 30 000 Euro an die Sportvereinigung Bothmer-Norddrebber für die Nutzung der Sporthalle durch den Kindergarten Bothmer. Die Ratsmitglieder stimmten auch der Vereinbarung mit dem Landkreis Heidekreis zur Kinder- und Jugendhilfe zu. Darin verpflichtet sich der Kreis, sich zukünftig an den laufenden Betriebskosten der Gemeinden für die Kindertagesstätten im gesamten Heidekreis zu beteiligen: im Jahr 2018 mit fünf Millionen Euro, im Jahr 2019 werden es 7,5 Millionen sein und ab 2020 jährlich 8 300 000 Euro. Im Jahr 2017 betrug der Zuschuss für alle Heidekreisgemeinden zusammen 2,5 Millionen.