Zehn Jahre Trauercafé Laurentius

Elke Brünecke (Mitte) bei der „Rosenlotterie“, Anneliese von Bestenbostel (rechts) assistiert. Foto: Jörn Kremeike.

Im November wieder im evangelischen Gemeindehaus

Schwarmstedt. Kürzlich trafen sich gut 20 Personen zum Trauercafé. Dieses Mal ausnahmsweise im Hotel Bertram und nicht, wie gewohnt, im evangelischen Gemeindehaus. Der Ortswechsel hatte seinen Grund: seit nunmehr zehn Jahren gibt es das Trauercafé als Ort für Trauernde. Als Ort der Begegnung, des Austausches, der gegenseitigen Stärkung und der herzlichen Gemeinschaft. Dies wurde auch diesmal gleich zu Beginn in zahlreichen Umarmungen deutlich.
In der Andacht erinnerte Pastor Jörn Kremeike an die Anfänge im Oktober 2006: „Wir waren ein Team von sieben Personen und dachten uns, wenn nun erstmal nur wenige Trauernde kommen, dann haben sie trotzdem nicht das Gefühl, allein hier zu sein. Eine Befürchtung, die unbegründet war.“ Denn von Anfang an fanden viele Trauernde den Weg ins Café. Einige blieben dem Trauercafé bis heute treu, andere verweilten nur für einige Zeit. Darin zeigen sich zwei Grundzüge, die das Café ausmachen: Offenheit nach Außen und Herzlichkeit untereinander. Und dies unabhängig von der Konfession der Gäste: im christlichen Trauercafé Laurentius sitzen Christen neben Agnostikern, Atheisten und Muslimen.
Über die Jahre wurden im Café Freundschaften geschlossen, Verabredungen für Freizeitaktivitäten ausgemacht, es wurde gesungen und gebetet und getröstet – und immer wieder wurde auch miteinander gelacht. Denn auch das gehörte und gehört fest zum Café dazu, dessen Motto ist, „Wege zurück ins Leben“ zu suchen und miteinander zu gehen. Angerührt wurden die Besucher auch dieses Mal, als Elke Brünecke nach einer Lotterie Rosen an die Teilnehmer verteilte, von denen jede eine besondere Botschaft hatte. Als die letzte Rose verteilt war, schloss Elke Brünecke mit dem Vers: „Nun ist der Strauß schön voll, es kommt doch, wie es kommen soll. Die letzten Rosen bedeuten Gottes Segen, der dich begleiten soll auf allen Wegen.“
So gestärkt, verabschiedeten sich die Teilnehmer voneinander. Bis zum nächsten Mal, wie immer am zweiten Donnerstag im Monat, dann wieder im evangelischen Gemeindehaus.