Zum internationalen Tag des Ehrenamtes

Björn Gehrs (v. r.) hat sich mit Thilo Scheidler, Wilfried von Bostel sowie Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren Schwarmstedt und Norddrebber zum Gedankenaustausch über das Ehrenamt getroffen. Foto: B. Stache

Björn Gehrs im Gedankenaustausch mit den Freiwilligen Feuerwehren

Schwarmstedt (st). Der Internationale Tag des Ehrenamtes ist ein jährlich am 5. Dezember abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs hat am Freitag in einer Gesprächsrunde mit dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister Thilo Scheidler, dem Schwarmstedter Ortsbrandmeister Wilfried von Bostel sowie Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren (FFW) Schwarmstedt und Norddrebber die ehrenamtliche Arbeit in den Feuerwehren besonders gewürdigt. Der 45-jährige Thilo Scheidler nutzte die Gelegenheit für eine umfassende Beschreibung der breit aufgestellten elf Ortsfeuerwehren, davon zwei Stützpunktfeuerwehren, in der Samtgemeinde. „Wir haben 294 Aktive in der Feuerwehr der Samtgemeinde Schwarmstedt, 99 Kinder in der Jugendfeuerwehr und 57 in der Kinderfeuerwehr“, zählte Scheidler auf. Im vergangenen Jahr habe es 134 Einsätze gegeben, davon 41 Brandeinsätze und 89 Hilfeleistungen. Die Samtgemeinde verfügt über 14 Löschfahrzeuge, zwei Rüst- und Gerätewagen (RWGW), drei Einsatzleitwagen sowie vier Mannschaftstransportfahrzeuge. Darüber hinaus gehören zur Ausstattung noch vier Anhänger, zwei Boote und 68 Pressluftatemgeräte. Die Freiwillige Feuerwehr Schwarmstedt hat unter den 53 Aktiven auch acht ausgebildete Taucher, fügte Ortsbrandmeister von Bostel hinzu. Er berichtete unter anderem von den schwierigen Einsätzen bei Verkehrsunfällen – allein 30 Mal auf der Bundesautobahn A7 – und dem Einsatz der Rettungsschere, um eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen zu befreien. Der Ortsbrandmeister verwies auf die hohe Motivation der Feuerwehrmänner und -frauen. Nur so sei die ständige Einsatzbereitschaft, die ja ehrenamtlich geleistet wird, sichergestellt. Alle Verantwortlichen stimmten in ihrer Beurteilung dahingehend überein, dass die Arbeitgeber in der Samtgemeinde ihre angestellten Mitglieder der FFW bereitwillig für Einsätze und Dienste freistellen – ganz unabhängig von der Verpflichtung zur Freistellung nach § 11 des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes. „Seit wir die Jugendfeuerwehr haben, ist die Tendenz steigend“, erklärte der Gemeindejugendwart Andreas Ueltzen zum Thema Nachwuchslage in der FFW. „Das zweite Standbein ist die Generation 30plus“, ergänzte von Bostel. Der gelernte Schuhmachermeister verbringt in seiner Funktion als Ortsbrandmeister täglich ein bis zwei Stunden mit Bürotätigkeiten im Feuerwehrgerätehaus. Dazu kommen noch die Einsätze und Ausbildungen. Zum Thema Motivation erklärte Thilo Scheidler: „Ich bin mit zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr Essel eingetreten. Das gefiel mir so gut, dass ich mit 16 in die aktive Feuerwehr wechselte.“ Dort findet er nach eigenem Bekunden Kameradschaft, Freundschaft und aktive Freizeitgestaltung.