Zur Dienstpflicht weiterentwickeln

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Henrik Rump im Gespräch mit Soldaten auf dem Monatstreffen.
Schwarmstedt. Die JU Schwarmstedt hat bei ihrem letzten Monatstreffen aus aktuellem Anlass die Wehrpflicht als Thema forciert. Vor dem Hintergrund der Umstrukturierung der Bundeswehr muss sich die Junge Union der politischen Diskussion um die Allgemeine Wehrpflicht neu stellen. Die Bedrohungslage hat sich seit Anfang der neunziger Jahre substanziell verändert. Verantwortungsvolle Landes- und Bündnisverteidigung erfordert heute, dass Gefahren dort bekämpft werden wo sie entstehen. Insofern muss Deutschland mittlerweile auch fernab der deutschen Bundesgrenze verteidigt werden. Es darf aber nicht bei der einseitigen Festlegung auf die Bekämpfung von Bedrohungen im Ausland bleiben. Wir müssen in der Lage bleiben jederzeit auch den Schutz unserer Heimat im Inland sicherzustellen! Dieses gilt nicht nur militärisch, sondern auch im Katastrophenfall.
Die allgemeine Wehrpflicht hat sich seit bestehen der Bundeswehr unter sicherheits- und gesellschaftlichen Aspekten bewährt. Sie garantiert in ihrer Praxis die Verwirklichung des Leitbilds vom „Staatsbürger in Uniform“ und verankert damit die Gesellschaft in der Bundeswehr. Nur die Allgemeine Wehrpflicht bietet der Bundeswehr ausreichend die Change genügend Nachwuchs zu rekrutieren.
Nicht zu Unterschätzen ist auch der Zivildienst, der aus folge der Wehrpflicht zu einer festen Stütze unseres Sozialsystems geworden ist. Eine Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht würde einer Abschaffung gleich kommen.
Große Teile der Jungen Union fordern deswegen die Wehrpflicht weiterzuentwickeln zu einer Dienstpflicht. So könnte auch die Dienstgerechtigkeit wieder hergestellt werden. Die Dienstpflicht soll neben der Bundeswehr und Zivildienst auch beim Zoll, Katastrophenschutz, Feuerwehr, Hilfswerken,… etc. möglich sein. „Bei der Umstrukturierung der Bundeswehr geht es um mehr als nur die Wehrpflicht, es wird auch um Bundeswehrstandorte gehen. Dieses wird auch gerade unsere Region treffen. Von diesen Standorten profitiert nicht nur die Kaufkraft vor Ort, sondern auch viele kleine Handwerker und Unternehmer. Sie sichern also auch Arbeitsplätze. Ob Munster, Luttmersen,… etc., die Junge Union wird sich für alle Standorte einsetzen, damit diese nötige Umstrukturierung möglichst glimpflich an alles Standorten vorbei geht,“ so der stellvertretende Kreisvorsitzende der JU, Henrik Rump.