Dramatisches Finale mit Happy End

Die Jungs vom MTV Schwarmstedt sicherten sich am Ende die Berechtigung zur Teilnahme an der dritten Runde in der Landesligarelegation.

Entscheidendes Turnier des MTV Schwarmstedt am 21. Mai

Schwarmstedt. Das war mal wieder nichts für Herzschwache. In der zweiten Runde der Landeligarelegation bot die Handball-A-Jugend des MTV Schwarmstedt Dramatik pur. Nach einem verpatzten Start steigerten sich die Jungs in das Turnier hinein und sicherten sich am Ende die Berechtigung zur Teilnahme an der dritten Runde.
Die Auftaktpartie gegen den späteren Staffelsieger SG Bremen-Ost misslang gründlich. Nach einem schnellen und klaren 0:3-Rückstand fand Schwarmstedt zwar so langsam ins Spiel. Das 1:3 und 2:5 bedeuteten aber nur ein leichtes Aufflackern des Widerstandes. Spätestens ab der siebten Minute brachen mit dem Ausscheiden des Toptorschützen Florian Hardekopf (Rote Karte nach übermotivierten aber unglücklichem Foulspiel) alle Dämme. MIt 6:28 gingen die Aller-Leinetaler regelrecht unter.
Nun galt es die Resettaste zu betätigen und alles auf Neustart zu programmieren. Einen besseren Kontrahenten als den MTV Eyendorf konnte es dafür nicht geben. Das sah dann schon ganz anders aus. Die gesamte Begegnung agierte das Schwarmstedter Team auf Augenhöhe. Nach einem 7:7 zur Halbzeit war für beide Mannschaften noch alles drin. Am Ende zahlte sich jedoch die größere Erfahrung und robustere Spielweise für Eyendorf aus. Bei dieser 15:17-Niederlage wäre jedoch wesentlich mehr möglich gewesen. Zumindest hatten die Spieler um das Trainerduo Gordian Qual/Jörg Mertens wieder in das Turniergeschehen zurückgefunden und Mut für die beiden entscheidenden Begegnungen geschöpft.
Als nächstes wartete der Gastgeber HSG Bützfleth-Drochtersen auf den MTV Schwarmstedt. Bisher ebenso ohne Punkte dastehend, ging es für beide bereits jetzt um alles. In diesem torarmen Aufeinandertreffen beherrschte das MTV-Team den Gegner und das Geschehen. Bereits zur Pause führte man mit 6:3 und hätte spätestens nach dem 8:3 den Sack zumachen können. Dann versäumte es aber die Schwarmstedter A-Jugend ihre Chancen konsequent zu nutzen und ließ die HSG nochmals aufkommen. Der 11:8-Sieg wurde am Ende jedoch sicher über die Ziellinie gerettet. Das bedeutete ein „Endspiel“ um Platz drei gegen MTV Dannenberg. Mittlerweile zerrten die drei vorherigen Auftritte und die hohen Hallentemperaturen an den Kräften aller Aktiven. Aber nun sollte auch das Nervenkostüm auf eine harte Probe gestellt werden. Nach einem ausgeglichenen Beginn sah es so aus, als wenn Schwarmstedt die Partie in den Griff bekommt. Nach einem 6:2 knabberte Dannenberg den Vorsprung jedoch immer mehr ab, so dass man mit 8:7 die Seiten wechselte. Die zweite Hälfte sah lange den Gegner im Vorteil, Immer wieder kämpften sich die Schwarmstedter Jungs aber zurück. Die Dannenberger Führungen wurden meistens prompt ausgeglichen und kurz vor dem Ende gelang sogar das 16:15. Leider hatte das nicht bis zum Schlusspfiff Bestand, so dass das 16:16 ein Siebenmeterwerfen, um den so wichtigen dritten Platz bedeutete. Hier wurde der Schwarmstedter Torwart Lukas Fischer zum Matchwinner. Er krönte seine starke Tagesleistung mit zwei gehaltenen Würfen, die das Weiterkommen in die nächste Runde bedeuteten.
Wenn man das erste Spiel abhakt, zeigte das gesamte MTV-Team an diesem Spieltag eine bessere Leistung als vorige Woche. Wieder gelang es, sich auf Grund des Lernprozesses von Gegner zu Gegner zu steigern. Am 21. Mai läuft dann das letzte alles entscheidende Turnier. Ort und Gegner standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Für den MTV Schwarmstedt spielten: Leon Bloch (TW), Lukas Fischer (TW), Bennett Volbers, Paul Clemens, Niels Bäßmann (1 Tor), Jonas Heiken (2), Alexander Albert (4), Thomas Mull (4), Janus Niebuhr (5), Janik Mertens (6), Manuel Kizakis (12), Florian Hardekopf (14).