Drei Niederlagen der Handball-A-Jugend

Starke Torwartleistungen alleine nicht ausreichend

Schwarmstedt. Mit drei Niederlagen kehrte die Handball-A-Jugend des MTV Schwarmstedt von der dritten Runde der Landesliga-Relegation aus Anderten zurück. Das bedeudet Platzziffer vier in der Rangfolge der Nachrücker und eine eher geringe Wahrscheinlichkeit der Teilnahme an einer Saison auf Landesebene. Mit viel Mut und Selbstvertrauen ging es in dieses Turnier. Die Mannschaft wollte endlich zeigen, dass sie von Beginn an ihr wirkliches Leistungsvermögen abrufen kann. Die erste Partie gegen TV Maschenrode startete auch mit dem 1:0 verheißungsvoll. Dann liefen die Schwarmstedter Jungs jedoch lange einem Drei-Tore-Rückstand hinterher. Torwart Leon Bloch hielt den MTV mit seinen Paraden im Spiel. Des Öfteren wurde er dabei aber von seinen Vorderleuten im Stich gelassen und die abgewehrten Bälle landeten beim Gegner, die dann erfolgreich nachsetzten. Erst kurz vor dem Seitenwechsel gelang Schwarmstedt der Ausgleich und die erste Führung. Zur Halbzeit stand es dann 7:7. Also war noch alles offen. Wieder gelang nach dem Anpfiff mit dem 8:7 der bessere Start. Danach kam der Angriffsmotor aber gehörig ins Stocken. Nichts wollte mehr gelingen. Die Bälle landeten einfach nicht im Netz. Die unnötige 9:14-Niederlage schmerzte schon sehr.
Im zweiten Spiel gegen TuRA Marienhafe ging es bereis um alles oder nichts. In diesem Bemühen verkrampfte die Mannschaft komplett und vergab selbst größte Chancen inklusive einiger Strafwürfe. Der klare 3:8-Rückstand zur Pause verdeutlichte das deprimierend. Nach einer beherzten Halbzeitansprache des Trainerduos Gordian Qual/Jörg Mertens starteten die MTV-Jungs zur Aufholjagd. Sie konnten jetzt nicht nur mithalten, sondern holten Tor um Tor auf. Torwart Lukas Fischer hatte daran ein großen Anteil. Durch zwei ungeschickte Aktionen der Leistungsträger Manuel Kizakis und Janik Mertens handelte sich Schwarmstedt dann aber kurz nacheinander Zeitstrafen ein, die sofort einen Bruch im Spielgeschehen bedeuteten. Das Endergebnis von 8:15 spiegelte erneut die mäßige Angriffsleistung wider.
Damit war die direkte Landesliga-Qualifikation endgültig dahin. Nun galt es, sich im Playoff-Spiel gegen HSG Emden zumindest mit einem positiven Abschluss aus Anderten zu verabschieden. Allerdings bekam dem MTV Schwarmstedt die lange Mittagspause in keinster Weise, so dass man zum Seitenwechsel bereits 2:6 zurücklag. In der Pause gab es von Trainer Jörg Mertens nur ein paar kurze heftige Worte, die mit der Aufforderung endeten: „Klärt das untereinander, wie ihr aus diesem Schlamassel wieder rauskommt!“ Diese Aufforderung fruchtete dann. Wie verwandelt legte der MTV jetzt los. Leider reichte die Spielzeit nicht mehr komplett aus, um das Blatt zu wenden. Mit 8:9 verlor man auch das letzte Match, wobei die Chancen erneut für mehrere gereicht hätten. Zumindest konnte Schwarmstedt mit erhobenem Haupt die Halle verlassen, wenn auch ohne zählbaren Erfolg.
Jetzt geht es in eine kurze Übergangsphase in der die Mannschaft natürlich das weitere Relegationsgeschehen in Oberliga und Bundesliga beobachtet. Danach startet dann bereits die Vorbereitung auf die Saison 2016/17.
Für den MTV Schwarmstedt spielten: Leon Bloch (TW), Lukas Fischer (TW), Paul Clemens, Niels Bäßmann, Jonas Heiken (1 Tor), Alexander Albert (3), Thomas Mull (3), Janus Niebuhr (2), Janik Mertens (2), Robin Fischer (1), Manuel Kizakis (8), Florian Hardekopf (5).