Paukenschlag „Mietnomade“

Schwarmstedt. Bereits in ihrer Koalitionsvereinbarung hat sich die Bundesregierung den Kampf gegen Mietnomaden auf die Fahne geschrieben. Nun soll das Mietrecht im nächsten Jahr geändert werden. Dazu Haus & Grund Schwarmstedt: Im Kampf gegen Mietnomaden sollen dem Vermieter mehr Möglichkeiten für eine fristlose Kündigung eingeräumt werden, wenn die vereinbarte Kaution nicht gezahlt wird. Auch Wohnungsräumungen sollen zukünftig erleichtert werden. Das bisher von der Rechtsprechung abgesegnete „Berliner Modell“ soll im Bundesrecht verankert werden. Das zuständige Amtsgericht soll die Möglichkeit erhalten, durch einstweilige Verfügungen Räumungen zu beschleunigen, so Uli Musmann, 1 Vorsitzender. Das ist ein Paukenschlag, der den durch Mietnomaden finanziell gebeutelten Vermietern endlich einmal helfen kann, wie Musmann unterstreicht. Weiter stellt er klar: „Unter Mietnomaden verstehen wir nur diejenigen, die bereits bei Eingehung des Mietvertrages über ihre Zahlungsfähigkeit oder über ihre Zahlungswilligkeit täuschen, danach keine Kaution und keine Miete zahlen und schließlich bei Nacht und Nebel das Feld räumen und den Vermieter auf einem hohen finanziellen Schaden sitzen lassen“. Besonders wichtig ist Haus & Grund Schwarmstedt der Hinweis, dass nicht jeder Fall von Mietrückstand auf einen Mietnomaden schließen lässt. Hier können die Gründe vielfältig sein und zum Beispiel in Problemen am Arbeitsplatz oder in der Familie oder schließlich in einer allgemeinen Verschuldungsituation liegen. In all diesen Fällen würde man den Mieter bitter unrecht tun, würde man sie mit Mietnomaden gleich setzen.