Altenhorster Jungstörche sind wohlauf

Hobbyfotograf Karl Schilling aus Bissendorf schoss diese exzellente Aufnahme der Störche auf dem Nest in Altenhorst.

Bissendorfer Tier- und Naturfotograf legte sich auf die Lauer

Altenhorst/Bissendorf (awi). Wenn der Bissendorfer Karl Schilling nicht mit der Kamera im Bissendorfer Moor unterwegs ist, um Bilder von „seinen“ Kranichen zu schießen, ist er garantiert auf der Jagd nach anderen Tier- oder Naturmotiven. Nachdem die Rapsblüte vorbei ist, haben die Vögel und ihre Jungen bei dem rüstigen Rentner wieder Hochkonjunktur. Zwar sind Wiesen und Felder sowie das Moor sein bevorzugtes „Jagdrevier“, doch manchmal kommt seine hochwertige Fotoausrüstung auch an anderer Stelle zum Einsatz. So schoss er vor einigen Tagen wundervolle Bilder am Altenhorster Storchennest auf dem Gebiet der Nachbarstadt Langenhagen. Und Karl Schilling hatte auch gleich ein paar Informationen über seine Fotomotive parat: Seit drei Jahren brüten die Störche auf dem Reiterhof Wieters in Altenhorst. Das Storchenpaar brütete dabei stets erfolgreich, es gingen aber durch viel Regen und Kälte 2 von 4 Jungstörchen verloren. In diesem Frühjahr kam der beringte Storch nicht zurück, aber die Störchin ließ sich mit einem neuen Partner ein“. Das Storchenpaar habe zwei Junge großgezogen, die beide haben den regenreichen Mai und den teilweise feuchten und kalten Juni gut überstanden haben. Nicht überall in der Region hatten die Störche so ein Glück. So gab es allein im Neustädter Land – durch die Leine bevorzuges Storchenbrutgebiet – 15 tote Jungstörche. Und auch in Grindau bei Schwarmstedt barg die Feuerwehr von der Leiter aus drei tote Jungstörche aus dem Nest. Auch sie waren den Unbilden des Wetters nicht gewachsen gewesen. Im vergangenen Jahr waren in der Region Hannover 53 Storchenjunge erfolgreich aufgezogen worden. Diese Zahl dürfte in diesem Jahr vermutlich nicht erreicht werden. In seiner Bilanz für 2013 hatte der Naturschutzbeauftragte für die Weißstorchbetreuung in der Region, Dr. Reinhard Löhmer, noch betont, dass es um den Weißstorch hier nicht schlecht bestellt sei und sich mit 40 Brutpaaren der Bestand der Zahl von 1934 wieder annähere, als bei einer ersten Erfassung 55 Paare gezählt worden waren. Dem Altenhorster Storchenpaar ist es jedenfalls in diesem Jahr gelungen, seinen Teil erfolgreich beizutragen.