Auf den Spuren der Roma

Jugendliche fit für ein Europa der Vielfalt

Region. In der letzten Woche veranstaltete die Naturfreundejugend Niedersachsen und Romane Aglonipe e.V. eine Internationale Jugendbegegnung zwischen Serbien und Deutschland vom 10. bis 17. September in der Region Hannover und ermöglichte einen Austausch zwischen Jugendlichen aus Roma-Gemeinschaften aus Serbien und Deutschland sowie der deutschen Mehrheitsbevölkerung. Junge Menschen mit verschiedenen kulturellen, sozialen und sprachlichen Hintergründen erlebten eine gemeinsame Woche und lernten sich kennen. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Beschäftigung mit der europäischen Geschichte der Roma sowie mit aktuellen Problemlagen und Möglichkeiten der Partizipation von Roma in Europa. Die Jugendlichen setzen sich in zwei Arbeitsgruppen mit der Geschichte beziehungsweise der Gegenwart der europäischen Roma auseinander und entwickeln Zukunftsperspektiven. Eine dritte Gruppe dokumentiert die Woche mit der Kamera und schnitt einen Dokumentarfilm. Höhepunkte der Woche waren die Begrüßung der Jugendlichen durch die Bürgermeisterin Frau Regina Kramarek am Montag, 10. September, der Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen, die Begegnung mit Politikerinnen im niedersächsischen Landtag und das Zusammentreffen mit Vertretern der Roma-Kampagne „Alle Bleiben“ im Kulturzentrum Faust. Die jungen Roma aus Serbien erfreuten sich an der große Gastfreundschaft die ihnen Menschen aus der Region Hannover entgegenbrachten. Während der gesamten Woche beschäftigten sich die Jugendlichen mit den Fragen: Was ist Antiziganismus (auf Sinti und Roma bezogener Rassismus) und wie kann Partizipation in Serbien, Deutschland und Europa gelingen? Roma stehen in der Region Hannover wie in Europa am Rande der Gesellschaft und leben in schwierigen ökonomische und soziale Situationen. Die Jugendlichen haben sehr viel gelernt und waren glücklich, dass sie eine Erfahrung machen konnten, die sie ohne die Organisation der Jugendbegegnung womöglich niemals gemacht hätten. Die Jugendbegegnung wurde durch das EU-Programm „Jugend in Aktion“ gefördert.