Aussichtsturm nach über einem Jahr wieder eröffnet

Der Aussichtsturm im Bissendorfer Moor. Quelle: Region Hannover

Die Heide blüht: Beste Blicke vom Aussichtsturm Bissendorfer Turm

Region. Nicht nur die Lüneburger Heide ist jetzt in ein kräftiges Violett getaucht, auch im Bissendorfer Moor blüht zurzeit die Heide. Das Naturschauspiel lässt sich im August und September am besten vom wiedereröffneten Aussichtsturm im Norden des Moores erleben. Der knapp acht Meter hohe, zweigeschossige Holzturm steht auf den Fundamenten seines Vorgängers aus dem Jahr 1991, der im letzten Jahr wegen Baufälligkeit zunächst gesperrt und dann abgetragen werden musste. In den Neubau des Turms hat die Region Hannover rund 41.000 Euro investiert. „Von dort oben bietet sich ein hervorragender Blick auf das Bissendorfer Moor, das zu den wenigen weitestgehend erhaltenen naturnahen Hochmooren Niedersachsens gehört“, so der Umweltdezernent der Region Hannover, Axel Priebs: „Durch den Turm kann diese faszinierende Landschaft nun wieder erlebt werden, ohne die sensiblen Bereiche zu betreten.“ Der Turm ist ein wichtiger Beobachtungspunkt, nicht nur für Naherholungssuchende. „Auch von Seiten des ehrenamtlichen Naturschutzes wurde die Bitte nach dem Wiederaufbau des Turms an uns herangetragen“, erklärt Günter Wendland, Leiter des Teams Naturschutz Ost der Region Hannover.
Bei turnusmäßigen Kontrollen wurde 2015 ein Sanierungsbedarf des Turms festgestellt. Mit Beginn der Reparaturarbeiten offenbarten sich jedoch weitere schadhafte Stellen an der Haupttragkonstruktion, so dass ein Neubau notwendig wurde. Die Fundamente konnten wieder verwendet werden, so dass der Turm von seinen Maßen und äußeren Erscheinungsbild im Wesentlichen dem Vorgängerbau gleicht. Für eine höhere Haltbarkeit wurde die Haupttragkonstruktion des neuen Turmes aus Eichenholz erbaut. Für die weiteren Teile wurde Lärchenholz verwendet. Das Bissendorfer Moor hat eine Größe von circa 500 Hektar und ist seit 1971 unter Naturschutz gestellt. Es gehört zu den wenigen weitestgehend erhaltenen naturnahen Hochmooren Niedersachsens. Über die Jahre gab es Veränderungen in den Randbereichen durch Handtorfstiche und Kultivierung – dass Moor hat nach wie vor Möglichkeiten zur Regeneration. Zusammen mit dem Helstorfer, Otternhagener und Schwarzen Moor bildet es die „Hannoversche Moorgeest“. Über deren Flora und Fauna, Historie und Zukunft informieren vor Ort insgesamt 40 Tafeln. Der Themenradweg „Nordhannoversche Moorroute“ führt durch das Bissendorfer Moor.