Cherundolo wechselt zum VfB Stuttgart – Cerny übernimmt U17-Mannschaft

Hannover. Steven Cherundolo, bisheriger U17-Trainer von Hannover 96, wechselt in den Trainerstab der Profimannschaft des VfB Stuttgart. Dort arbeitet der 38-Jährige gemeinsam mit dem neuen VfB-Chefcoach und Ex-96-Trainer Tayfun Korkut. Neuer Trainer des B-Jugendteams der Roten wird bis Saisonende Harald Cerny, der bis dato als Scout für 96 tätig war.
Cherundolo verlässt Hannover 96 nach 19 Jahren. Im Januar 1999 kam er als 19-Jähriger aus seinem Heimatland, den Vereinigten Staaten von Amerika, an den Maschsee. Der Rechtsverteidiger absolvierte über 400 Pflichtspiele in der Liga, im Pokal und in der Europa League für den Verein, ehe er im Sommer 2014 seine aktive Karriere beendete und in der 96-Akademie die Trainerlaufbahn einschlug. Zum Ende der Saison 2014/15 unterstützte er Michael Frontzeck kurzzeitig als Co-Trainer der Profimannschaft. Seit der Saison 2015/16 coachte er die U17-Mannschaft der Roten.
Nachfolger Cherundolos als 96-U17-Trainer wird Harald Cerny. Der bisherige Scout übernimmt das Team vorübergehend bis Saisonende. Der 44 Jahre alte Österreicher bringt die Erfahrung einer langen Profikarriere mit – u.a. spielte er von 1996 bis 2007 in der Bundesliga für 1860 München. Bei den Löwen arbeitete er im Anschluss an seine aktive Zeit auch als Nachwuchscoach. Nach zwei Jahren zog es ihn zum FC Bayern München, in dessen Nachwuchsleistungszentrum er ab 2009 sieben Jahre lang erfolgreich als Trainer verschiedener Mannschaften tätig war. Innerhalb der laufenden Saison begann sein Engagement als Scout bei Hannover 96. Dies wird er nun bis Saisonende ruhen lassen.
Steven Cherundolo verabschiedet sich nach 19 Jahren bei Hannover 96 mit diesen Worten: „Ich habe mein halbes Leben bei 96 verbracht - meine gesamte Zeit als Profi und meine ersten Schritte im Trainergeschäft. Dem Verein habe ich extrem viel zu verdanken. Ich nehme unheimlich viele ganz unterschiedliche Erinnerungen mit, die mir immer bleiben werden: an den Aufstieg mit unserer geilen Mannschaft von 2001/02 und natürlich an unvergessliche Abende in der Europa League mit unseren fantastischen Fans - aber auch an schwere Zeiten im November 2009 und den darauffolgenden Monaten. Es war immer so, dass wir bei 96 die Dinge gemeinsam durchgemacht haben und ich hoffe sehr für den Klub, dass das auch in Zukunft so bleiben wird. Dass 96 immer einen großen Platz in meinem Herzen haben wird, steht außer Frage.
Jetzt beginnt für mich ein neuer Abschnitt, auf den ich mich sehr freue und bei dem ich die Möglichkeit habe, mich persönlich weiterzuentwickeln und in der Bundesliga zu arbeiten. Ganz herzlichen Dank an die Verantwortlichen von 96, dass man mir keine Steine in den Weg gelegt hat und mich hat ziehen lassen.“