DFB-Pokal-Spiel Hannover 96 gegen SG Dynamo Dresden - Polizei unterbindet größere Ausschreitungen

Hannover (ots) - Heute hat in der AWD-Arena die
DFB-Pokal-Begegnung Hannover 96 gegen SG Dynamo Dresden
stattgefunden. Die Polizei Hannover hatte nach einer
Gefährdungsanalyse die Partie zuvor als "Risikospiel" eingestuft. Die
Einsatzkräfte haben mehrere Auseinandersetzungen verhindert und
einige Personen in Gewahrsam genommen.

Schon im Vorfeld war bekannt geworden, dass sich Hannover auf eine
große Anzahl Fans aus Dresden einstellen musste. Diese reisten
bereits in den Nachmittagsstunden nach Hannover an. Die Polizei
führte schon auf den Anreisewegen zahlreiche Kontrollen zum Beispiel
auf Autobahnparkplätzen durch bei denen die Beamten diverse
Pyrotechnik sichergestellt haben. Ein Teil der Dynamo-Fans versuchte,
an der Göttinger Straße in Linden-Süd Hannover 96-Fans anzugreifen.
Daraufhin nahm die Polizei 16 Personen in Gewahrsam und konnte so
eine direkte Konfrontation verhindern. Die Fußball-Rowdys verbrachten
die Zeit während des Spiels in einer Zelle. Nach dem Spiel wurden
alle wieder entlassen. Einer der Treffpunkte der Dynamo-Fans war der
Parkplatz eines Baumarktes in Linden-Süd, von wo aus sich der Fanzug
gegen 18:00 Uhr mit etwa 1 400 Personen in Richtung Stadion in
Bewegung setzte. Bereits während des Marsches zündeten die Anhänger
des Vereins massiv Pyrotechnik. Eine Person nahmen die Ermittler
nach einer Körperverletzung vorläufig fest. Am Stadion angekommen,
drückte die Masse der 1 400 Dynamo-Fans derart heftig in Richtung der
Süd-Eingänge, dass diese zeitweise geschlossen werden mussten,

um ein unkontrolliertes Eindringen zu verhindern. Dennoch nutzten
etwa 300 Personen die Situation aus und überrannten die
Einlassstellen oder kletterten über die Zäune. Im Stadion selber
wurden diese von Polizeikräften in ihren Block geleitet. Bei dem
gewaltsamen Eindringen in die AWD-Arena wurde eine noch nicht
bekannte Anzahl Ordner sowie drei Gastfans verletzt und es kam zu
mehreren Sachbeschädigungen. "Wir waren vom Kräfteansatz gut
aufgestellt und konnten den Situationen konsequent begegnen. Leider
haben die Dynamo-Fans den Empfehlungen der Polizei nicht immer Folge
geleistet, so dass sie wieder nichts dazu beigetragen haben, um ihr
schlechtes Image zu verbessern", sagte Einsatzleiter Bernd Kirschning
nach Spielende. Während des Spiels zündeten Gäste- sowie auch im
Heimfans vereinzelt Pyrotechnik wie sogenannte "Bengalo-Feuer". Zu
weiteren Ausschreitungen kam es nicht. Die Ermittlungen hierzu dauern
an. Darüber hinaus wurden bei Auseinandersetzungen ein
Polizeibeamter, ein Dynamo-Fan und ein Unbeteiligter leicht verletzt.
Kurzfristig begaben sich zirka 200 Dynamo-Fans auf den Platz, um mit
ihren Spielern zu sprechen. Sie kamen der Aufforderung der Polizei,
in ihren Block zurück zu kehren unverzüglich und ohne Widerstand
nach. Nach Abpfiff mussten die Beamten mehrere Sperren errichten, um
rivalisierende Fangruppen voneinander zu trennen. Die Polizei ist
auch nach dem Abpfiff der Begegnung in der Innenstadt präsent und
wird für eine sichere Abreise der Fußball-Fans sorgen.