Die Region aus Grüner Sicht kennen lernen. Der Grüne Regionsverband setzt seine Veranstaltungsreihe “Besondere Orte – Besondere Besuche” fort.

Region. In der Region Hannover finden sich viele besondere Orte, die kennen zu lernen sich lohnt. Mit der Veranstaltungsreihe "Besondere Orte - Besondere Besuche" möchte der Grüne Regionsverband Interesse für diese Orte wecken und interessierten BürgerInnen einen Einblick ermöglichen. 2010 wurden unter anderem das Besucherbergwerk Barsinghausen und die Baustelle des neuen Siloah-Krankenhauses besichtigt. Nun wird die Reihe fortgesetzt.
Der erste Termin ist am kommenden Freitag, 4. Februar, 16 Uhr: Eine
Besichtigung des nach Passivhaus-Standard errichteten, in dieser Größe,
Nutzungszusammensetzung und Energieeffizienz in der Bundesrepublik
Deutschland einzigartigen Büro- und Kaufhauses in der Nordstadt. Bauherr
Karsten Bader (N.I.G. Nordstädtermarkt) und Dipl. Ing. Peter B. Schmidt
begleiten die Besichtigung.
Treffpunkt: Nordstädtermarkt. U-Bahnlinie 6 und 11,Station und
Bushaltestelle 131/132 „Kopernikusstraße“. Kostenloses Parken im Parkhaus.
Moderation: Brigitte Deyda, Vorsitzende Regionsvorstand Bündnis 90/ Die
Grünen. Anmeldung über Ulrike Witte (u.witte@gmx.net). Begrenzt auf 50
Teilnehmer. Weitere Termine der Reihe “Besondere Orte – Besondere Besuche”: Sonnabend, 26. Februar, 14 Uhr: Besuch auf dem Hemme-Hof; Dienstag, 8. März, 18.30 Uhr: Frauentag: Tanz durch das Hannoversche
Labyrinth; Freitag, 25. März, 16 Uhr: Besuch Polnische Katholische Mission in
Hannover; Dienstag, 29. März, 14 Uhr: Einblicke, Einsichten, Erkenntnisse - Zu
Besuch im Jobcenter Hannover; Freitag, 1. April, 14 Uhr: Rundgang über den Lindener Berg zur Scilla-Blüte; Freitag, 6. Mai, 15 Uhr: Besichtigung der AWD-Arena. Weitere Informationen unter www.gruene-hannover.de.
Hintergrund zum Termin am 4.2.:
Das Bauvorhaben nordstädtermarkt setzt einen wichtigen städtebaulichen
Akzent im Universitäts-Stadtteil Nordstadt in Hannover. Im Zentrum der
Nordstadt bietet der nordstädtermarkt vielfältige gewerbliche
Nutzungsmöglichkeiten auf insgesamt circa 6.000 Quadratmeter. Diese teilen sich auf in circa 2.890 Quadratmeter Geschäftsflächen im Erdgeschoss sowie circa 1.380 Quadratmeter in Büro- und Praxisflächen im 1., 2. OG und 3. OG, dazu circa 1.120 Quadratmeter alten bez8iehungsweise behindertengerechte 1- und 2-Zimmer-Appartements im 3., 4. OG und Staffelgeschoss, sowie circa 610 Quadratmeter Lagerflächen im UG. Diese Nutzungen werden
verbunden in der dazugehörigen besonders benutzerfreundlichen
Stadtteilgarage mit circa 305 Stellplätzen und Einzelgaragen. Die Büro- und
Praxisflächen in den Obergeschossen werden ergänzt durch Schulungsräume mit gemeinsamer Nutzung der Kommunikationszentren und deren Technik.
Energetisch zukunftssicher! Energieversorgung nach Passivhausstandard
Die Gebäude, einschließlich des Lebensmittelmarktes, sind intensiv
wärmegedämmt. Ein Passivhaus hat einen Jahresheizenergiebedarf von unter 15 Kilowattstunden im Jahr pro Quadratmeter. Dies entspricht etwa 1,5 Liter
Heizöl oder etwa 1,5 Qubikmeter Erdgas pro Quadratmeter im Jahr. Dieser geringeRestwärmebedarf wird im nordstädtermarkt aus Erdwärme und über eine Komfortlüftungsanlage mit Wärmeregistern und Wärmerückgewinnung mit einem extrem hohen Wirkungsgrad von über 90 Prozent sichergestellt, die ständig für frische Luft sorgt und Schmutz sowie Pollen mindert. Der Wärmebedarf für das gesamte Wohn- und Geschäftshaus liegt bei unter 80 Kilowatt, das entspricht ungefähr der Leistung von drei bis vier Gasetagenheizungen. Dieser geringe Wärmebedarf wird durch die Rückkühlung der Tief- und Normalkälte des Lebensmittelmarktes
dem Heiz- und Warmwasserkreislauf des Wohn- und Geschäftshauses zugeführt und deckt zurzeit den gesamten Heizwärmebedarf des Wohn- und Geschäftshauses.
Der Kohlendioxidausstoß: Statt der zulässigen 217 t/a nur etwa 84,3 t/a
Es entstehen kaum noch Energieversorgungskosten, was bei der derzeitigen
sowie zukünftigen Entwicklung der Energiepreise eine enorme Sicherheit bei
der Kalkulation der Nebenkosten bedeutet und die rentable Mietnachfrage
langfristig gewährleistet.
Qualitätssicherung
Beim Ortstermin steht Dipl.-Ing. Peter B. Schmidt als Ansprechpartner zur
Seite. Er hat das Projekt als Qualitätssicherer und Sachverständiger für die
Gebäudetechnik begleitet. Als das erste von proKlima anerkannte Büro für den
„Energielotsen Neu- und Altbau“ sowie als Qualitätssicherungsbüro für
Passivhäuser im Sektor Wohn- und Nichtwohngebäude arbeitet das PBS
PlanungsBüro Schmidt seit vielen Jahren. Herr Schmidt hält verschiedene
Vorträge und Seminare, zum Beispiel im Rahmen des Zertifizierungslehrgangs
„Passivhaus-Planer“. Herr Schmidt kann den Besuchern während des Ortstermins nicht nur die Anlagentechnik präsentieren, sondern auch Informationen zum baulichen Wärmeschutz, der Luftdichtheit und den optimierten Wärmebrücken vermitteln.