Dringend Gastfamilien gesucht

Die Welt zu Hause willkommen heißen

Wer die Welt kennenlernen möchte, der muss nicht in die Ferne reisen: Auch im eigenen Zuhause kann man mit einem internationalen Gastschüler andere Kulturen und ihre Besonderheiten entdecken. Ob Latino-Musik im Kinderzimmer oder Sushi-Kurs am Küchentisch, Gastfamilien erleben jeden Tag Neues und Erstaunliches. Gleichzeitig sehen sie mit einem Gastschüler ihre eigene Umgebung aus einem völlig neuen Blickwinkel. „Mit Liu aus China lachten wir viel, kochten gemeinsam Chop Suey und entdeckten unsere eigene Stadt ein zweites Mal“, berichtet Gastmutter Anne Baumgart. Dass Gastfamiliesein ein außergewöhnliches Erlebnis ist, hat sich herumgesprochen: Seit der Gründung des AFS-Gastfamilienprogramms vor 60 Jahren haben bereits 21.476 Familien einen Gastschüler bei sich aufgenommen. Anfang September 2012 kommen mit AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. Austauschschüler aus Asien, Europa sowie Nord- und Lateinamerika nach Deutschland. Der gemeinnützige Verein sucht jetzt noch dringend Gastfamilien, die einen der 15- bis 18-jährigen Jugendlichen für die ersten Wochen oder sogar für ein ganzes Schuljahr aufnehmen. Auch Alleinerziehende oder Paare ohne Kinder sind als Gasteltern willkommen. Wichtig sind Offenheit, Flexibilität und das Interesse an jungen Menschen und anderen Kulturen. Während des Aufenthalts werden die Familien von ehren- und hauptamtlichen AFS-Mitarbeitern vor Ort unterstützt. Wer sich die Welt mit einem Gastkind nach Hause holen möchte, kann sich jetzt beim AFS-Regionalbüro Nord unter 040 399222-90 melden. Informationen gibt es auch unter www.afs.de/gastfamilie.
Über AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
Die deutsche Länderorganisation für Jugendaustausch und interkulturelles Lernen ist Teil des weltweiten AFS-Netzwerks mit mehr als 60 gleichberechtigten Partnern in 50 Ländern. Der Verein arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg; weitere Regionalbüros gibt es in Berlin, Wiesbaden und Stuttgart. Ziel von AFS ist es, die Entwicklung von interkulturellen Kompetenzen zu fördern und so die weltweite Völkerverständigung zu verbessern. Neben dem Schüleraustausch und dem Gastfamilienprogramm bietet AFS die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich sowie interkulturelle Trainingsmaßnahmen an. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsmittel und öffentliche Gelder. Mit der 2012 gegründeten Tochter InterCultur gGmbH baut AFS seine interkulturellen Trainings- und Beratungsangebote für Mitarbeiter internationaler Teams, Teilnehmer von Kulturaustauschprojekten sowie Lehrer weiter aus.