DRK holt übergewichtigen Patienten mit Spezialfahrzeug aus Frankreich ab

Region Hannover. Ein deutscher LKW-Fahrer war im Elsass, Frankreich,
verunglückt und musste in eine Spezialklinik nach Bochum transportiert
werden. Durch das hohe Körpergewicht des 40-Jährigen war eine Fahrt im
normalen Krankenwagen nicht möglich. Der Patient zog sich bei einem Unfall mit dem LKW eine Wirbelsäulenverletzung zu. Die Berufsgenossenschaft ordnete eine Verlegung in eine Spezialklinik ins Ruhrgebiet an. Ein regulärer Krankentransport war durch das Körpergewicht von rund 190 Kilogramm nicht durchführbar. „Durch die Leitstelle nahm der ADAC mit uns Kontakt auf“, berichtet DRK-Einsatzleiter Christian Niemüller. „Wir organisierten daraufhin zwei ehrenamtliche Rettungssanitäter und einen Arzt, die den LKW-Fahrer mit unserem Schwerkrankentransportwagen abholten.“ Die Verlegung des Patienten vom Elsass nach Bochum dauerte für die beiden Rettungsassistenten Maik Eickmann und Philip Machinek sowie Arzt Ayhan Ceylan ungefähr sechs Stunden. Es war für den DRK-Region Hannover der erste Transport eines übergewichtigen Patienten aus dem Ausland. Der Schwerkrankentransportwagen kommt immer dann zum Einsatz, wenn das
Körpergewicht eines Menschen für einen normalen Krankentransportwagen zu hoch ist. Das Spezialfahrzeug ist unter anderem ausgestattet mit einem breiten Krankenbett, einem großen Rettungstuch und medizinischer Ausrüstung.