Einsatzstatistik 2010 Hannoveraner Hubschrauber fliegt 693 Einsätze

Region. Intensivtransporte erfordern eine hohe medizinische Qualität. Bei solch notwendigen Patiententransporten ist die zur DRF Luftrettung gehörende HSD Luftrettung seit vielen Jahren ein kompetenter Partner. Allein im Jahr 2010 wurde der von ihr betriebene 24-Stunden-Hubschrauber in Hannover zu 693 Einsätzen alarmiert.
„Christoph Niedersachsen“ wird hauptsächlich für den schnellen und schonenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken eingesetzt. In den vergangenen zwölf Monaten führte er insgesamt 522 Intensivtransporte durch. Darüber hinaus wurde er in Ergänzung zum bereits vorhandenen Rettungsdienst weitere 171-mal als schneller Notarztzubringer alarmiert. Zu seinen häufigsten Einsatzgründen zählten im vergangenen Jahr neurologische und internistische Erkrankungen: Es wurden beispielsweise 173 Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten schnell und schonend zwischen Kliniken transportiert. Verunglückte Motorradfahrer, Badeunfälle, verletzte Sportler – im Bereich der Notfallrettung war der rot-weiße Hubschrauber außerdem regelmäßig bei Freizeitunfällen im Einsatz.
Achim Bickel, Stationsleiter und Pilot in Hannover, blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2010 zurück: „Im Frühjahr waren wir bei einem Fahrsicherheitstraining im Einsatz, nachdem ein Motorradfahrer während eines Ausweichmanövers die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte. Unsere Aufgabe war es, den Verletzten vor Ort zu stabilisieren und ihn schnellstmöglich in eine Spezialklinik zu fliegen. Und auch ein Einsatz vom September ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. Ein LKW-Fahrer war auf das Ende eines Staus aufgefahren und dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt worden. Da die Befreiung des Mannes 1,5 Stunden in Anspruch nahm und er sehr viel Blut verlor, entschieden wir als lebensrettende Maßnahme Blutkonserven zum Unfallort einzufliegen. Nach seiner Rettung durch die Feuerwehr konnten wir den Schwerstverletzten schnell und schonend in das nächstgelegene Traumazentrum transportieren.“
Der Hannoveraner Hubschrauber ist der einzige Intensivtransporthubschrauber in Niedersachsen, der täglich rund um die Uhr einsatzbereit ist. „Christoph Niedersachsen“ ist tagsüber mit einem, nachts mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt und mit allen medizintechnischen Geräten ausgerüstet, die für eine optimale Patientenversorgung notwendig sind. Der rot-weiße Hubschrauber führt in ganz Niedersachsen lebenswichtige Intensivtransporte von Patienten zwischen Kliniken durch. Einsatzorte im Umkreis von 50 Kilometern kann er in maximal 15 Minuten erreichen.
In Niedersachsen ist neben „Christoph Niedersachsen“ ein weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung stationiert: der Göttinger Rettungshubschrauber „Christoph 44“. Zusammen leisteten sie rund sechs Prozent aller Einsätze der DRF Luftrettung im Jahr 2010 (2.128 von 36.900 Einsätzen).