Endlich kann es losgehen

STAUB sind die ideellen Begründer des Burning Stage Open Air.

Sechs Bands warten auf Burning Stage Open Air

(sb). So richtig Tradition haben große Musikveranstaltungen in der Wedemark nicht, und Open Air Festivals schon gar nicht. Am kommenden Sonnabend soll in diesem Bereich ein Meilenstein gesetzt werden: Das Burning Stage Open Air an der Jugendhalle. Von 17 Uhr an werden sechs junge Bands für ordentlich Rockmusik und gute Laune sorgen. Die Zeit der langen Vorrede und Planungszeit ist vorbei, alles ist vorbereitet für das große Event. Die Bands stehen nach längerem Auswahlverfahren fest, mithilfe der Elzer Firma Müschen wird es eine richtig große Bühne geben und die Plakate zur Vorankündigung hängen schon seit Wochen in Supermärkten, Schulen und Bussen. Vier Tage vor der Veranstaltung veröffentlicht das Wedemark-ECHO den Zeitplan des Wedemärker Musikspektakels.
Nach der Begrüßungsrede von Gemeindebürgermeister Tjark Bartels wird die Band „The Rimshots“ ab 17.15 als Opener auftreten. Mit zeitgemäßem Classic- und Hardrock werden die vier Jugendlichen versuchen, das Publikum während der Einheitsspielzeit von 45 Minuten in ihren Bann zu ziehen. Weil die vier Lindwedeler am selben Abend in Schwarmstedt einen zweiten Auftritt haben werden, hatten sie um die frühe Auftrittszeit gebeten.
Im Anschluss an die Rimshots, um 18.15 Uhr, werden „Early Bird“ ihr Können zum Besten geben. Die vier jungen Männer beschreiben ihre Musik selbst als Retro-Rock. Verglichen mit dem Weg nach Polen, wo die erfolgreiche Band bereits aufgetreten ist, ist die Anreise in die Wedemark für die Burgwedeler und Isernhagener aber eher eine der kürzeren Art.
Nach den ersten beiden Konzerten wird die Band „JackWrack“ auftreten. Ab 19.15 Uhr werden die fünf Jugendlichen aus Burgdorf und Umgebung ihren unverwechselbaren Sound erstmals in der Wedemark präsentieren und versprechen eine mitreißende Live-Show.
Wenn die großen Fernsehsender ihre besten Einschaltquoten verzeichnen, wird sich in Mellendorf der Indie- und Pop-Rock der Band „Herr Flamingo“ höchster Aufmerksamkeit erfreuen. Die vier Celler werden von 20.15 Uhr an ihr Album „Kaffee gibt’s um 03:00“ präsentieren und hoffen dabei auf viele zuschauende Freunde und Bekannte ihres Bassisten Florian Riechelmann, der aus der Wedemark stammt.
Im Anschluss an Herr Flamingo wird dann die einzige reine Wedemärker Gruppe die Bühne betreten: Die Band „Bumchucks“. Der Auftritt der fünf jungen Erwachsenen, die mit ihren Texten Heranwachsenden aus der Seele sprechen und mal ernste, mal weniger ernste Geschichten aus dem Leben erzählen, die jedem so passieren können, wird ab 21.15 Uhr beginnen.
Für den Abschluss des Open-Airs wird diejenige Band sorgen, die es eigentlich auch erst zum Leben erweckt hat: „STAUB“. Die sechs Metaler aus verschiedenen Gemeinden der Region hatten den Anstoß zu der Veranstaltung gegeben und freuen sich jetzt auf ihren Auftritt nach Sonnenuntergang.
Für das leibliche Wohl wird während des Burning Stage Open Airs natürlich gesorgt sein. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, Einlass ist ab 16 Uhr.
Dass die Band [STAUB] auf dem Mellendorfer Burning Stage Open Air am kommenden Sonnabend spielen wird, hat sie in erster Linie sich selbst zu verdanken. Die sechs Musiker waren vor einiger Zeit mit der Idee eines größeren Open-Air-Festivals auf Gemeindebürgermeister Tjark Bartels zugegangen. „Herr Bartels war von dem Plan begeistert und leitete alles in die Wege, sodass das Open Air am kommenden Wochenende tatsächlich stattfinden kann“, freut sich einer der Gitarristen der Band, der 34-jährige Tim. Im abschließenden Teil seiner sechsteiligen Serie porträtiert das Wedemark-ECHO die Band, die als letzte auf dem Open Air auftreten wird.
{STAUB] besteht aus sechs Musikern, die nicht nur aus der Wedemark, sondern auch aus Burgwedel, Hannover und Uetze stammen. In ihrer heutigen Besetzung spielen Ole (25, Gesang), Ralf (40, Gitarre), Stefan (33, Schlagzeug), Andreas (45, Bass), Tobi (33, Keyboard) und Tim seit Anfang letzten Jahres zusammen. „Die Band [STAUB] gibt es eigentlich aber schon seit 2007“, erzählt Tim. Damals seien aber nur Rald und Ole an Bord gewesen. Die sechs Männer, die übrigens die mit Abstand älteste Band auf dem Open Air darstellen, machen wohl auch die erwachsenste Musik. „Wir spielen Metal mit geringen Gothic-Einflüssen“, erzählt Tim. In ihren ausschließlich deutschen Texten singt die Band über alles, was den Musikern auf dem Herzen liegt. „Wir decken eigentlich das gesamte Spektrum von Humor, Liebe und anderen ernsten Themen, die Musik prägen können, ab“, sagt der 34-jährige Gitarrist. Die Band verfügt auch über eine eigene Demo-CD. Live-Auftritte sind für [STAUB] keine Seltenheit. So spielte die Band beispielsweise schon im Hannoveraner Club „Labor“ oder auf dem „Rock im Ring“-Open-Air in Uetze. Auch auf einem kleinen Festival am Elzer Sportplatz ist die Band bereits aufgetreten und betritt am kommenden Sonntag mit der Wedemark somit kein Neuland.
Die Spielzeit der Musiker ist für 22:30 Uhr angesetzt. „Wir sind uns zwar noch nicht ganz sicher, glauben aber, dass das für uns eine hervorragende Zeit für den Auftritt ist“, sagt Tim. Die Band hoffe, dass die Rockbegeisterten auch so spät noch beim Open Air sein werden. „Ein Vorteil der Spielzeit ist, dass es dann bereits dunkel ist und unsere Live-Show somit nochmal eine ganz andere Wirkung bekommt“, erzählt Tim.