Engagement im Fokus: Dank für freiwlligen Einsatz für die Gesellschaft

So sieht ehrenamtliches Engagement in der Region Hannover aus: Die geehrten Ehrenamtlichen mit der stellvertretenden Regionspräsidentin Petra Rudszuck. Foto: Claus Kirsch, Region Hannover

Vier Langenhagener und eine Wedemärkerin geehrt

Region. Sie betreuen junge Flüchtlinge, organisieren Seniorentreffs oder setzen sich für den Naturschutz ein: Ehrenamtliche gestalten das Leben in ihrer Stadt oder Gemeinde aktiv und nachhaltig mit. In der Veranstaltung „Ehrenamt - Engagement im Fokus!“ am Freitag, 19. Januar, würdigte die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck diesen Einsatz. „Das Engagement der vielen Freiwilligen in der Region Hannover trägt einen wichtigen Teil dazu bei, dass unsere Gesellschaft sozial und lebenswert bleibt. Mit ihrem Einsatz schaffen die Ehrenamtlichen Werte und stärken das Miteinander. Allen, die sich in Vereinen, Initiativen, Gruppen oder als Einzelpersonen engagieren, gebührt besondere Anerkennung und Dank.“ 43 Menschen aus den Kommunen der Region Hannover bekamen im Rahmen der Veranstaltung ein Dankeschön, zum Teil stellvertretend für eine Gruppe oder ein Projekt. Die mit 18 Jahren jüngste Geehrte ist Marlene Wieker aus Burgdorf, die sich für Flüchtlinge einsetzt. Sie betreut unter anderem einen Kinderspieltreff und hat Lernpatenschaften übernommen. Kurt Beckhaus aus Hannover ist mit 90 Jahren der älteste Geehrte. Im Arbeitskreis heimische Orchideen e. V. beteiligt er sich seit fast 30 Jahren an der Biotop-Pflege auf den Orchideenwiesen des Vereins und setzt sich so aktiv für den Artenschutz ein.
Stadt Langenhagen:
Arne Boy engagiert sich in der Feuerwehr, seit er 1983 Mitglied der Jugendfeuerwehr in Godshorn wurde. In der Ortsfeuerwehr übernahm er seit 1992 verschiedene Aufgaben wie die des Funkwarts, des Schriftführers, des Ortsbrandmeisters bis hin zum Amt des Stadtbrandmeisters, das er seit 2011 ausfüllt. Auch für die Region Hannover und das Land Niedersachsen ist Arne Boy im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr tätig. So schult er die Gemeinden und die Feuerwehren in der Anwendung der neuen Software „Feuerwehr Online“. Für sein Engagement wurde Arne Boy mehrfach von der Feuerwehr ausgezeichnet.
Rosemarie Heese ist seit mehr als 25 Jahren ehrenamtlich in der Emmaus- Kirchengemeinde Langenhagen tätig und gestaltet ganz unterschiedliche Angebote mit. So organisierte sie als Mitglied der Frauengruppe Basare und andere Veranstaltungen mit und engagiert sich seit dem Jahr 2000 in der Seniorenarbeit der Gemeinde. Dazu gehören regelmäßige Spielenachmittage und Frühstücksvormittage. Besonderes Herzstück ist die Weihnachtsstube, die alleinstehenden Menschen seit 1994 die Möglichkeit gibt, Heiligabend mit anderen zu verbringen. In den letzten Jahren haben auch Geflüchtete dieses Angebot genutzt. Es wird gemeinsam gesungen, gespielt, gebastelt und gegessen.
Sigrid Könneke gründete im Frühjahr 2007 zusammen mit Edith Abelbreck die Lernhilfe Kaltenweide. Das Angebot richtet sich an Grundschulkinder aus Familien mit Migrationshintergrund, in denen hauptsächlich die Muttersprache gesprochen wird. Ziel der Lernhilfe ist, dass diese Kinder nicht den Anschluss in der Schule verlieren. In den wöchentlichen Treffen im Dorfgemeinschaftshaus wird nicht nur gelernt, bei Ausflügen erleben die Kinder auch Gemeinschaft.
Gabriele Spier engagiert sich kommunalpolitisch - seit 2001 als Mitglied im Ortsrat Krähenwinkel und seit 2006 im Rat der Stadt Langenhagen. Bereits 1974 trat sie der jetzigen Frauen Union der CDU Langenhagen bei, deren Vorsitz sie 2004 übernahm. Dazu kommt seit 2008 das Amt als Vorsitzende der Frauen Union Kreis Hannover-Land. Neben den politischen Aktivitäten ist Gabriele Spier auch Vorstandsmitglied im Förderverein Kirchenmusik der Matthias-Claudius-Kirche Krähenwinkel-Kaltenweide. Sie engagiert sich zudem in der Stiftung Sternenkinder Langenhagen.

Gemeinde Wedemark:
Marion Paul wird stellvertretend für den Verein „Glücksfellchen Tierhilfe e.V.“ geehrt. Sie und der Verein haben es sich zur Aufgabe gemacht, mehrmals im Jahr nach Rumänien zu reisen, um sich dort für den Tierschutz zu engagieren. Zusammen mit der Leiterin eines örtlichen Tierheims in Rumänien arbeitet „Glückfellchen Tierhilfe“ daran, das dortige Tierheim sukzessive so umzubauen, dass die Hunde statt in Zwingern im Rudel leben können und die artgerechte Haltung der Tiere an Bedeutung gewinnt. Neben den Arbeiten im Tierheim suchen die Vereinsmitglieder auch hilfsbedürftige Hunde auf der Straße. Im letzten Schritt ist das Ziel des Vereins, die Tiere nach Deutschland zu vermitteln.