Engeling Kirchenkreistagsvorsitzender

Friedrich Engeling aus Kleinburgwedel (M.) wurde am Montagabend zum Vorsitzenden des Kirchenkreistages und Nachfolger von Christine Müller aus Burgwedel gewählt. Superintendent Martin Bergau (l.) gratulierte. (Foto: A. Wiese)

Gremium wählt Nachfolger für zurückgetretene Christine Müller

Wedemark/Langenhagen/Burgwedel (awi). Mit 42 Ja-Stimmen von 49 gültigen Stimmen ist der 64-jährige Friedrich Engeling aus Kleinburgwedel am Montagabend zum neuen Kirchenkreistagsvorsitzenden gewählt worden. Engeling tritt damit die Nachfolge von Christine Müller aus Burgwedel an, die neun Jahre lang dem Kirchenkreistag vorstand und den Mitgliedern im Vorfeld schriftlich angekündigt hatte, dass sie am Montagabend ihr Amt niederlegen werde. Der stellvertretende Vorsitzende Friedrich Seeßelberger hatte bereits vor einiger Zeit sein Amt zur Verfügung gestellt. Für ihn fand sich jedoch am Montagabend im Mellendorfer Gemeindehaus kein Nachfolger. Die Wahl des stellvertretenden Kirchenkreistagsvorsitzenden wurde daraufhin auf die nächste Sitzung des Gremiums im November vertagt.
Friedrich Engeling nahm die Wahl an und legte zeitgleich seine Sitze im Kirchenkreisvorstand und im Bau- und Umweltausschuss nieder, weil sich diese Doppelfunktionen mit der Satzung nicht vertragen. Als Vorsitzender des Kirchenkreistages hat er auch Rede-
rechte und Sitz im Kirchenkreisvorstand, wenn auch kein Stimmrecht. Er bedankte sich für das entgegen gebrachte Vertrauen und werde versuchen, das Amt nach seinen Möglichkeiten auszufüllen, so Engeling. Er appellierte allerdings an die konstruktive Unterstützung der Mitglieder. Der Landwirt ist Mitglied im Kirchenvorstand von St. Petri und engagiert sich nach eigenen Worten in der Kirche, um „freigewordene Valenzen einbringen zu können“.
Vor der Wahl ihres Nachfolgers hatte Christine Müller kurz zu ihrem Rücktritt Stellung genommen. Die Aufgaben des Kirchenkreistages seien in dieser Amtsperiode erheblich komplexer geworden, Gremium und Ausschüsse hätten wesentlich mehr Verantwortung übertragen bekommen – immer unter der Vorgabe der Mitteleinsparung. Den Luxus, Vorträge zu allgemeinen Themen zu hören, könne sich das Gremium nicht mehr leisten. Es seien harte Brocken gewesen, die zu beschließen gewesen seien. Superintendent Martin Bergau bedankte sich im Namen des gesamten Gremiums ausdrücklich mit Blumen und einem Präsent bei Christine Müller. Blumen zum Abschied hatte es zuvor bei der Andacht in der St. Georgskirche auch für Öffentlichkeitsreferentin Kerstin Richter gegeben, die in die Fortbildungsarbeit der Landeskirche wechselt. Superintendent Martin Bergau sprach Richter, die seit September 2009 im Amt gewesen war, ein ausdrückliches Lob für ihre Arbeit aus.