Grüne für Veggi-Day: Mitgliederversammlung des Grünen Regionsverbands fordert Einrichtung eines vegetarischen Tages pro Woche

Region. Der Regionsverband von Bündnis 90/Die Grünen fordert die Einführung eines wöchentlichen vegetarischen Tages in der Region Hannover. Dies beschloss die Mitgliederversammlung am Donnerstag, 4. November, im Freizeitheim Vahrenwald. Die Grünen fordern die Region Hannover und die regionsangehörigen Kommunen dazu auf, dem Beispiel der Stadt Gent in Belgien zu folgen und den Donnerstag als wöchentlichen vegetarischen Tag einzu­führen. Dieser Tag soll von der Region Hannover und ihren Kommunen offensiv beworben und mit entsprechenden Haushaltsmitteln unterstützt werden. Um einen Anreiz zu schaffen, am Veggi-Day teilzunehmen, soll ein entsprechendes Siegel oder Logo vergeben werden. „Wenn wir weniger Fleisch essen können wir damit einen Beitrag zum
Klimaschutz und zum Tierschutz leisten“, sagt Brigitte Deyda, Vorsitzende
des Regionsverbands. „Die Nutztierhaltung erzeugt einen größeren Anteil an
Treibhausgasen als der gesamte Verkehrssektor. Für die Futtermittelerzeugung werden Regenwaldflächen gerodet und Lebensgrundlagen zerstört. Hinzu kommt die überwiegend tierquälerische Haltung des Viehs, insbesondere in der Massentierproduktion. Der dort zunehmende Antibiotikaeinsatz belastet darüber hinaus die Gesundheit der Menschen.“ In Bezug auf die Zunahme der Mastställe in der Region Hannover ergänzt Christian Gailus, Vorsitzender des Regionsverbands: „Wer die
Massentierhaltung vor Ort nicht will, sollte auch sein eigenes Konsumverhalten überdenken. Mit dem Veggi-Day kann jedeR einen kleinen
Beitrag leisten und so auch auf die Produktion Einfluss nehmen." Auf der Mitgliederversammlung wurde außerdem die Bundesdelegiertenkonferenz
am 19. bis 21. November in Freiburg vorbereitet. Der Bundestagsabgeordnete
Sven-Christian Kindler führte in die Themen des Parteitages ein. Die
Mitgliederversammlung wählte zudem 15 Delegierte, die den Regionsverband in Freiburg vertreten werden.