Hospizdienst: Positive Bilanz

Im Haus der Kirche in Kleinburgwedel finden die regelmäßigen Sprechstunden des Ambulanten Hospizdienstes statt. (Foto: H.H. Schröder)

Sprechstunden immer dienstags und donnerstags

Region (hhs). Der Ambulante Hospizdienst für Burgwedel, Isernhagen und Wedemark wird im März dieses Jahres in sein viertes Jahr gehen. Nach der Organisationsphase begannen 2007 die ersten Begleitungen Schwerstkranker und Sterbender sowie die Schulungsveranstaltungen für die ehrenamtlichen Begleiter. Der Ambulante Hospizdienst ist inzwischen zu einer festen Institution geworden und hat sein Domizil seit geraumer Zeit in der Stadt Burgwedel, Ortsteil Kleinburgwedel im dortigen Haus der Kirche, Moorweg 8. Man erinnere sich: Der Hospizdienst ist aus einer ehrenamtlichen Initiatve hervorgegangen, deren Trägerschaft der Kirchenkreis Burgwedel-Lagenhagen übernommen hatte. In den vergangenen Jahren hat der Hospizdienst zahlreichen Menschen und Familien in der Zeit des Abschieds zur Seite gestanden. Das Jahr 2009 ist in der Rückschau ein besonders bewegtes Jahr für den Hospizdienst gewesen. Zum einen habe der Bedarf an dieser Art ehrenamtlicher Hilfe stark zugenommen, zum anderen konnte im vergangenen Jahr eine erste hauptamtliche Koordinatorin bestellt werden. Ute Rodehorst, ausgebildete Krankenschwester und Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen, arbeitet jetzt 20 Stunden wöchentlich im Büro im Haus der Kirche in Kleinburgwedel. Sie wird die Arbeit des Dienstes mit ihrem Fachwissen und vor allen Dingen mit ihrer menschlichen Stärke begleiten, formulierte es Christine Müller, Mitbegründerin des Hospizdienstes im Gespräch mit dieser Zeitung. Im Juni vergangenen Jahres stellte der Hospizdienst einen ideellen Förderkreis der Öffentlichkeit vor. Ihm gehören die drei Bürgermeister der Kommunen, Dr. Hendrik Hoppenstedt in Burgwedel, Tjark Bartels in der Gemeinde Wedemark und Arpad Bogya in der Gemeinde Isernhagen an sowie Marieluise Steinlen, Superintendent Martin Bergau und Pfarrer Hubert Schulz als Vertreter der beiden christlichen Kirchen. Das gemeinsame Anliegen ist, die Arbeit des Hospizdienstes in den drei Kommunen zu fördern und zu stärken. „Im vergangenen Jahr konnten wir durch 27 Begleitungen Betroffenen Unterstützung geben. Dabei wurden sieben Sterbebegleitungen im häuslichen Rahmen abgeschlossen und vier Begleitungen endeten durch Verlegung in ein Krankenhaus oder ein stationäres Hospiz. Elf Begleitungen laufen auch in diesem Jahr weiter. Daneben wurden fünf intensive Beratungen mit mehreren Kontakten durchgeführt sowie telefonische Anfragen und Beratungen“, so die Bilanz von Christine Müller. Zur weiteren Intensivierung der Arbeit und zu ihrer Vernetzung in der Region besuchte die Koordinatorin die Kooperationspartner und stellte die Hospizarbeit bei Ärzten, Pflegediensten, Krankenhaussozialdienst, Ambulante Palliativdienste in Hannover, den Hospizen, Kirchengemeinden und den Bestattern vor. Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit war der Hospizdienstaktiv.ErinnertseiindiesemZusammenhang an Informationsveranstaltungen wie die Vorträge „Was braucht der Mensch am Lebensende - Herausforderung für Politik und Gesellschaft“ im Juni vergangenen Jahres in Großburgwedel und „Verantwortung und Grenzen der häuslichen Pflege“ in Altwarmbüchen. „Außerdem haben wir durch Informationsständebeiverschiedenen Veranstaltungen den Menschen unsere Tätigkeit transparent gemacht und waren an Info-Veranstaltungen über das Thema Patientenverfügung beteiligt“, so Christine Müller. Das Benefizkonzert in Bissendorf mit dem Kammerorchester Elisabeth-Consort mit mehr als 130 Gästen sei ein großer Erfolg gewesen. Schließlich das Thema „Finanzen“: Die Finanzierung der Stelle der Koordinatorin wäre nicht möglich gewesen, wenn die Mitbürgerinnen und Mitbürger den Ambulanten Hospizdienst nicht so großzügig unterstützt hätten. „Wir möchten uns herzlich bei den vielen Spenderinnen und Spendern und bei den Unterstützern des Ambulanten Hospizdienstes bedanken. Durch Ihre Unterstützung konnten wir nicht nur die Koordinatorenstelle finanzieren, sondern auch einen kleinen Grundstock legen für die weitere Finanzierung dieser Stelle in 2010. Die Zuwendungen garantieren, dass wir die wertvolle und dankbar angenommene Arbeit intensivieren und auf einem qualitativ hohen Standard halten können“, so Christine Müller. „Dankbar sind wir auch allen Menschen, die unsere Arbeit ideell unterstützen und weiterhin mit Interesse begleiten“. Im laufenden Jahr will der Ambulante Hospizdienst am Gesundheitstag in Isernhagen am 18. April teilnehmen. Geplant ist ein Vortrag über Patientenverfügung sowie ein Benefizkonzert am 21. November in der St. Michaelis-Kirchengemeinde in Bissendorf. Die Sprechstunden der Koordinatorin Ute Rodehorst finden dienstags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 17.00 bis 19.00 Uhr statt im Haus der Kirche, Moorweg 8, Kleinburgwedel. Sie ist telefonisch zu erreichen unter 05139/ 9703431. Wer den Ambulanten Hospizdienst für Burgwedel, Isernhagen und Wedemark unterstützen möchte, nutze das Spendenkonto des Kirchenkreisamtes Burgdorfer Land, bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft EKK, Stichwort „Ambulanter Hospizdienst“, Bankleitzahl 520 604 10, Kontonummer 6076.