„Keine bürokratischen Hürden“

Regions-CDU bemüht sich um Lösung bei Trichinenuntersuchung

Region (awi). „Die Trichinenuntersuchung in ihrer Neuorganisation stellt keine bürokratische Hürde für die Jagdausübung bei Wildschweinen dar.“ Dies ist die Kernaussage der Regionsverwaltung auf eine Anfrage der CDU-Regionsfraktion. Die Jägerschaft, aber auch die Schlachter hatten bemängelt, dass sie sehr kurzfristig über die Neuorganisation aufgrund einer EU-Richtlinie von der Regionsverwaltung informiert worden seien. Sie befürchteten auch unnötige verwaltungstechnische Schwierigkeiten. Wie der Vorsitzende der CDU-Regionsfraktion Eberhard Wicke mitteilt, wird es statt der bisherigen zehn regionsweiten Untersuchungsstellen vier Sammelstellen bei niedergelassenen Tierärzten für Trichinenproben von Haus- und Wildschweinen geben. Diese sind in Burgdorf-Schillerslage, Wunstorf-Mesmerode, Neustadt-Mariensee und Wennigsen. Da-rüber hinaus können alle berechtigten Jäger ihre Proben direkt an die Region senden oder von einem Tierarzt entnehmen lassen.
Eine ordnungsgemäße und schnelle Abwicklung ist aufgrund der hohen Anzahl von Schwarzkitteln von großer Bedeutung. In der Region wurden in der Jagdsaison 2008/2009 über 3000 Wildschweine zur Strecke gebracht. Die Region weist in ihrer Antwort darauf hin, dass im Gegensatz zur alten Regelung nun an drei Tagen (montags, dienstags und freitags) die Annahme von Wildschweinproben möglich ist. Für Wicke ist diese Neuregelung ein gangbarer Kompromiss für die Jäger und natürlich auch für die Schlachter. Wie Schlachtermeister Carsten Dettmers aus Elze, der im Januar zusammen mit der MIT auf die Problematik für die noch selbst schlachtenden Betriebe aufmerksam gemacht hatte, auf Nachfrage des ECHO erklärte, seien die Schlachter von ihrer Innung noch nicht über die neuen Annahmestellen informiert worden.