Koordinierungsstelle Bildung und Beruf

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung für bundesweit eine der ersten Koordinierungsstellen für Bildung und Beruf auf regionaler Ebene

15 Partner setzen ihre Unterschrift unter den Kooperationsvertrag

Hannover. Viele Partner, ein Ziel: bessere Ausbildungs- und Beschäftigungschancen für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in der Region Hannover. In den Multi-Media Berufsbildenden Schulen an der Expo-Plaza haben am 29. Oktober Vertreter von 15 Institutionen die „Kooperationsvereinbarung Bildung und Beruf“ unterschrieben. Künftig wollen Kammern, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Kommunal- und Arbeitsverwaltung, Bildungseinrichtungen und Berufsschulen ihre Bildungs-, Ausbildungs- und Weiterbildungsaktivitäten enger aufeinander abstimmen und zugleich Qualifizierungsangebote weiter ausbauen. Eine bei der Region Hannover angesiedelte Geschäftsstelle hat die Aufgabe, die Akteure zu vernetzen und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.
„Nur durch eine abgestimmte regionale Bildungsplanung – im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung über Ressort- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg – können wir den Herausforderungen des demografischen Wandels und dem Wettbewerb der Standorte begegnen. Bildung und Qualifizierung von Menschen sind entscheidend für den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt in der Region Hannover“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau: „Durch eine verbesserte Koordination und verstärkte Kooperation aller Akteure lassen sich auch die Fördermittel der öffentlichen Hand im Bereich der Bildungspolitik und zur Sicherung des Fachkräftebedarfs zielgenauer und wirkungsvoller einsetzen.“
Für den Wirtschafts- und Bildungsdezernenten der Region Hannover, Ulf-Birger Franz, ist die Kooperationsvereinbarung „ein Bekenntnis zur freiwilligen Bildungsverantwortung“: „Die Problemlagen im Bildungsbereich wollen wir gemeinsam mit dem Mut zu Veränderungen angehen. Schon erfolgreich arbeitende Projekte und Kooperationsstrukturen sollen ausgeweitet und eventuelle Hindernisse ausgeräumt werden. Unnötige, kostenintensive ‚Warteschleifen’ können durch die Förderung direkter Übergänge von der Schule in die Ausbildung vermieden werden.“
Aufgabe der „Koordinierungsstelle Bildung und Beruf“ unter der Leitung von Markus Bonerad ist es nun, die Akteure und Bildungsangebote zu vernetzen, ein Informationsportal über Beratungs- und Unterstützungsangebote aufzubauen und vor allem die Projekte zur Verbesserung der Berufsperspektiven junger Menschen besser zu verzahnen. In Vorbereitung ist die Einberufung eines „regionalen Bildungsbeirates“, der mindestens dreimal pro Jahr tagen wird. In begleitenden „Fachforen“ sollen wichtige Themen und Problemfelder im Bildungsbereich ausgemacht und gemeinsam mit Experten Lösungswege erarbeitet werden. In jährlich stattfindenden Bildungskonferenzen sollen die Ergebnisse aus den Fachforen präsentiert und diskutiert werden.
Die Partner der „Kooperationsvereinbarung Bildung und Beruf in der Region Hannover“ sind – neben der Region Hannover und den regionsangehörigen Städte und Gemeinden – die IHK Hannover, die Handwerkskammer Hannover, die NBank Investitions- und Förderdatenbank Niedersachsen, die Allgemeine Arbeitgebervereinigung Hannover und Umgebung, die Agentur für Arbeit Hannover, der DGB Region Niedersachsen Mitte, die Landesschulbehörde, die Berufsbildenden Schulen in der Region Hannover, die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung und die AG der Wohlfahrtsverbände Region Hannover.