Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche

Start des siebten Kurzfilmwettbewerbs für Kinder und Jugendliche: Die beiden Vorjahressiegerinnen Jannika Weidner (2. von links) und Judith Weidner (2. von rechts) aus Neustadt am Rübenberge übergeben Bildungsdezernent Ulf-Birger Franz von der Region Hannover (links) symbolisch eine Filmklappe. Uwe Plasger (rechts) vom Medienzentrum der Region Hannover freut sich auf zahlreiche Beiträge.

Wer ist das größte Regietalent aus der Region?

Hannover – Traumberuf: Filmemacher. Wer einmal in der Welt der Stars und Sternchen arbeiten oder einfach nur mit der Kamera Geschichten erzählen will, kann damit gar nicht früh genug anfangen. Auch große Regisseure wie Steven Spielberg, Lars von Trier oder Peter Jackson haben schon in Kinderjahren erste Kurzfilme gedreht. Ein guter Einstieg für die Regiekarriere wäre die Teilnahme an der „Hannover Filmklappe“: Zum siebten Mal loben die Medienzentren der Region Hannover und des Landkreises Celle den Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche aus.

Mitmachen können cineastische Einzelkämpfer, Film-AGn, Kindergartengruppen oder ganze Klassen von Schulen aus der Region Hannover oder dem Landkreis Celle. Wichtigste Bedingungen für die Teilnahme: Die eingereichten Werke dürfen nicht länger als 15 Minuten sein, sie sollen eine nachvollziehbare Geschichte erzählen und der Einsatz filmgestalterischer Mittel sollte erkennbar sein. Außerdem müssen die Beiträge in diesem Schuljahr entstehen oder entstanden sein. Zudem darf ausschließlich Musik eingesetzt werden, die eigens für den Film gemacht wurde oder für die der Urheber die Nutzung eingeräumt hat. Einsendeschluss ist am 30. April 2013.

Thematisch sind keine Grenzen gesetzt. Das A und O für einen guten Film ist letztlich die klar erzählte Geschichte, sagt Uwe Plasger vom Medienzentrum der Region Hannover. „Bevor Kinder und Jugendliche die Kamera in die Hand nehmen, sollte die Dramaturgie des Films mit Anfang und Ende und Wendungen innerhalb des Plots gut überlegt sein – wie eben bei einer richtigen Filmproduktion auch.“ Zwischen 60 und 80 Beiträge sind in den vergangenen Jahren bei der „Hannover Filmklappe“ ins Rennen gegangen – so viele wie bei kaum einem anderen der regionalen Wettbewerbe in Niedersachsen.

Neben der Erzählung zählt im Wettbewerb aber auch die visuelle Umsetzung. Uwe Plasger rät den jungen Filmemacherinnen und Filmemachern, einmal ein besonderes Augenmerk auf die richtige Ausleuchtung zu legen. „In den vergangenen Jahren waren einige Beiträge einfach zu dunkel, was manchen interessanten Film abgewertet hat. Dabei ist es relativ einfach, Licht zu setzen – zum Beispiel mit einer Taschenlampe oder weißen Reflexionsflächen.“

Ein weiterer Tipp: Sich mit den manuellen Eigenschaften der Kamera beschäftigen. „Wenn man sich einmal von der Automatikfunktion löst, lassen sich tolle Effekte erzielen – so können, zum Beispiel, mit falsch eingestelltem Weißabgleich und kleiner Blende bei Tage gute Nachtaufnahmen simuliert werden.“ Viele Hinweise zum Thema Filmtechnik und Produktion gibt es auch im Internet. Der medienpädagogische Berater empfiehlt etwa das Wissensportal der Deutschen Filmakademie (www.vierundzwanzig.de).

Zum zweiten Mal wird bei der „Hannover Filmklappe 2013“ ein Sonderpreis für Dokumentarfilme vergeben. „Die neue Kategorie hat sich bewährt, da vor allem an Schulen in Projekten häufig journalistische Formate entstehen“, sagt Uwe Plasger. „Auch diese oft intensive Auseinandersetzung mit dem Medium Film wollen wir mit dem Sonderpreis würdigen.“

Die zur „Hannover Filmklappe“ eingereichten Filme werden von einer fachkundigen Jury nach Idee, schauspielerischer Umsetzung und Einsatz filmgestalterischer Mittel bewertet. Prämiert werden jeweils die beiden besten Beiträge in den fünf Kategorien Kindertagesstätte/Grundschule, Förderschule sowie den drei Sekundarbereichen 5. bis 7. Klasse, 8. bis 10. Klasse und 11. bis 12. Klasse/ Berufsbildende Schulen. Die Erstplatzieren erhalten 200 Euro, für die Zweitplatzierten gibt es für die gesamte Filmcrew ein Kinobesuch mit Freigetränk.

Wer als Sieger aus der „Hannover Filmklappe“ hervorgeht, hat die Chance, sich bei weiteren Festivals einen Namen zu machen. Die Erstplatzierten nehmen automatisch am Landeswettbewerb der 16 niedersächsischen Filmklappen, der „Niedersachsen Filmklappe“, teil. Doch damit nicht genug: Die besten der Besten können ihren Film auch beim Filmfest in Uelzen präsentieren, bei dem junge Filmemacher wiederum für das hannoversche „up and coming International Film Festival Hannover“ ausgewählt werden. Und wer weiß: Vielleicht gewinnt über diesen Weg einmal eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer der „Hannover Filmklappe“ sogar den Deutschen Nachwuchsfilmpreis.

Technische Unterstützung bieten die beiden Medienzentren an. Nach Absprache besteht die Möglichkeit, sich Videoausrüstung zu leihen oder an Schnittplätzen den Film zu montieren. Das fertige Werk muss als Video-Datei in einem gängigen Format (mpg2, mpg4, mov etc.) auf einem Datenträger eingereicht werden. Zu jedem Wettbewerbsbeitrag muss ein Infobogen eingesandt werden, der auf der Internetseite www.mzrh.de zum Download bereit steht.

Schirmherr der „Hannover Filmklappe“ ist Regionspräsident Hauke Jagau. Finanziert wird der Wettbewerb vom Medienzentrum der Region Hannover und vom Medienzentrum Celle. Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), das Kino Hochhaus-Lichtspiele in Hannover, die Neue Schauburg in Burgdorf, das Kino am Raschplatz in Hannover, das Andere Kino in Lehrte sowie die Kammer-Lichtspiele in Celle fördern und unterstützen das Projekt.

Film und Infobogen müssen bis zum 30. April 2013 an folgende Adresse geschickt werden:

Medienzentrum der Region Hannover
Stichwort „Hannover Filmklappe 2013“
Altenbekener Damm 79
30173 Hannover

oder

Medienzentrum Celle
Stichwort „Hannover Filmklappe 2013“
Trift 30
29221 Celle