Marks: JobCenter-Reform trägt sozialdemokratische Handschrift

Bewährte Zusammenarbeit in der Region Hannover kann fortgesetzt werden

Wedemark/Langenhagen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks zeigt sich zufrieden mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages zur Zukunft der JobCenter. Sie erklärt, dass der gefundene Kompromiss nicht dank, sondern trotz der Regierung zustande kam. Es sei dem beharrlichen Verhandeln der SPD zu verdanken, dass die Blockade der Union überwunden werden konnte. „Der Beschluss ist eine gute Lösung für diejenigen, die Arbeit suchen und diejenigen, die Arbeit vermitteln. Wir verhindern die Zerschlagung der Argen. Die Kommunen und die Agenturen für Arbeit können ihre bewährte Zusammenarbeit auch in den JobCentern der Region Hannover fortsetzen“, so Marks. Zudem würden die Rahmenbedingungen für die Betreuung der Langzeitarbeitslosen verbessert. Die vereinbarte Entfristung von 3.200 Stellen in den JobCentern sei ein richtiger Schritt. Damit hätten mehr Betreuer als bisher nun endlich Planungssicherheit. „Vor allem aber bringen wir auch mehr personelle Beständigkeit in die Beratung der Arbeitsuchenden“ erläutert Marks. Auch der Betreuungsschlüssel werde endlich gesetzlich festgelegt und zum Teil deutlich verbessert. Nur noch maximal 75 erwerbsfähige junge Menschen unter 25 Jahre oder 150 ältere Erwachsene fallen in die Verantwortung eines einzelnen Betreuers. „Von meinen Besuchen bei den örtlichen JobCentern in Burgdorf, Burgwedel, Garbsen, Langenhagen, Neustadt und Wunstorf weiß ich, wie wichtig ein guter Betreuungsschlüssel für die Arbeitssuchenden ist“. Enttäuscht sei sie allerdings darüber, dass ausgerechnet die ehemalige Familienministerin von der Leyen den Vorschlag der SPD, auch für Alleinerziehende den verbesserten Betreuungsschlüssel von 1:75 anzuwenden, nicht übernehmen wollte. Insgesamt sei der gefundene Kompromiss dennoch tragbar. „Klar ist aber auch: Die gute Organisationsreform muss nun finanziell unterfüttert werden“, fordert Marks. Die JobCenter bräuchten qualifiziertes Personal und Geld für arbeitsmarktpolitische Programme. Die angekündigten Sparpläne der Bundesregierung seien verantwortungslos. „Wer heute bei den Arbeitsmarktprogrammen spart, zahlt morgen für die Arbeitslosen“.